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20.04.2007 - Nicht nur gegen Erkältungen! Vorbei die Zeiten, als
Vitamine lediglich als Helferlein bei Allerweltsbeschwerden wie
Erkältungen galten. Neue Untersuchungen zeigen, dass in den Wirkstoffen
mehr Heilkraft steckt als bisher vermutet. Aufsehen erregende
wissenschaftliche Erkenntnisse zwingen Ernährungsexperten zum Umdenken.
Gemeinsam mit verwandten Substanzen setzen Mediziner beispielsweise
Vitamin E weltweit mit Erfolg gegen Herzinfarkt, geistigen Abbau und
sogar Krebs ein. Vitamin A beugt Hautkrebs vor. Als Durchbruch in der
Vitaminforschung gilt eine Untersuchung der Universität Cambridge. Die
Briten verabreichten einem Teil ihrer 2002 Versuchspersonen, die an
Verkalkung ihrer Arterien litten, eineinhalb Jahre lang täglich
Vitamin-E-Pillen, einem anderen Teil Scheinpräparate. Ergebnis: In der
Gruppe der Vitaminschlucker sank die Herzinfarktrate um 47 Prozent. Die
krebsvorbeugende Wirkung von Vitaminen unterstreicht ein statistischer
Vergleich des Harvard-Wissenschaftlers Shumin Zhang. Er wertete Daten
der „Krankenschwestern-Gesundheitsstudie“ aus, bei der mehr als 80 000
US-amerikanische Pflegerinnen 14 Jahre lang regelmäßig über Ernährung
und Gesundheitszustand befragt worden waren. Dabei zeigte sich unter den
jüngeren Frauen vor den Wechseljahren ein deutlicher Zusammenhang
zwischen vitaminreicher Kost und Brustkrebsschutz. Frauen, die täglich
mehr als fünf Portionen Obst und Gemüse aßen, hatten ein um 23 Prozent
verringertes Erkrankungsrisiko im Vergleich zu den Probandinnen, die
weniger als zweimal täglich zu den Fitmachern griffen. Selbst den
geistigen Abbau im Alter können Vitamine offenbar bremsen. Ein Test mit
341 Alzheimer-Patienten durch ein Team um die New Yorker
Wissenschaftlerin Mary Sano lieferte Hinweise, dass Vitamin E die
Zerstörung von Gehirnzellen aufhält. Genauere Daten soll eine große
Studie liefern, die an 80 Kliniken in den USA und Kanada durchgeführt
wird. Die Mikronährstoffe wirken nicht nur im Körper, sondern auch von
außen. Kosmetikforscher bewiesen jetzt, dass Cremes, die unter anderem
die Zellschutzvitamine A, C und E enthalten, Stärke sowie Elastizität
der Haut verbessern und sogar Fältchen verringern können. In
Sonnenschutzprodukten vermindert Vitamin-A-Säure die Hautkrebsgefahr,
weil sie die Hautzellen vor dem Bräunen mit den schützenden Wirkstoffen
auffüllt. Eine noch unveröffentlichte Studie des Instituts für
Physiologische Chemie der Universität Düsseldorf gibt neue Hinweise,
dass Beta-Carotin, das der Körper zu Vitamin A umwandelt, auch von innen
gegen Sonnenbrand wappnet. Quelle: www.focus.de/gesundheit
Vitamin- und Mineralstoffmangel
08.03.2007 - Durch den gezielten Ausgleich von Vitamin- und
Mineralstoffmangelzuständen lässt sich die Gesundheit fördern. Bisher
geben die Bundesbürger noch nicht einmal fünf Cent täglich für
Nahrungsergänzungsmittel aus und das ist einfach zu wenig, um eine
optimale Versorgung zu gewährleisten, betont Ernährungsexperte
Sven-David Müller-Nothmann vom Zentrum für Ernährungskommunikation und
Gesundheitspublizistik (ZEK) in Köln. Das gilt umso mehr, als die
Ausgaben für Nahrungsmittel laut statistischem Bundesamt weit unter den
Ausgaben für Unterhaltung, Kultur und Freizeit liegen. Scheinbar ist
vielen Menschen nicht bewusst, dass Lebensmittel „Mittel zum Leben“
sind, kritisiert Müller-Nothmann. Zu einer gesunden Ernährungsweise
gehören natürlich insbesondere gesunde Lebensmittel und für die gibt der
Bundesbürger augenscheinlich viel zu wenig aus. Die Zufuhrstatistiken
für Vitamine und Mineralstoffe weisen aus, dass fast alle Bundesbürger
zu wenig Vitamine und Mineralstoffe aufnehmen. Das lässt sich nur durch
eine gesündere Ernährungsweise und in vielen Fällen die zusätzliche
Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ausgleichen, erläutert
Müller-Nothmann. Der bekannte Präventivmediziner und Buchautor Dr.
Ulrich Strunz aus Roth erklärt, dass mehrere groß angelegte
wissenschaftliche Studien gezeigt haben, dass die zusätzliche Gabe von
Nahrungsergänzungsmitteln das Risiko für Krebserkrankungen * je nach
Organ * zwischen 20 und 75 Prozent verringern kann. Und dies, so Doktor
Strunz, unabhängig von der Ernährungsqualität. Der Verzicht auf
Nahrungsergänzungsmittel ist also genauso fahrlässig wie das Rauchen,
sind sich Ulrich Strunz und Sven-David Müller-Nothmann einig. Bei einem
Umsatz von jährlich 1,4 Mrd. Euro geben die Bundesbürger statistisch
gerade einmal 17 Euro für Nahrungsergänzungsmittel im Jahr aus. Das
entspricht noch nicht einmal fünf Cent täglich, und das ist eindeutig zu
wenig für die Gesundheit, macht Müller-Nothmann deutlich, der Menschen,
die zu Risikogruppen für einen Vitamin-Mineralstoff-Mangel gehören oder
unter Erkrankungen leiden, die durch Mikronährstoffe beeinflussbar sind,
rät, nach qualifizierter Beratung durch Mediziner und Diätassistenten
Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Vitamin- und Mineralstoffmangel in
Deutschland: Vitamine: D, E, Thiamin, Pantothensäure, Pyridoxin, Biotin
und Folat Mineralstoffe: Kalzium, Eisen, Mangan, Jod und Fluorid Das
Bundesinstitut für Risikobewertung (BFR) wies jetzt darauf hin, dass
extrem viele Menschen an Folsäuremangel leiden. Nur jeder fünfte Mensch
in Deutschland nimmt ausreichend von diesem B-Vitamin auf, erklärt
Müller-Nothmann. Wie das BFR hält auch der Autor der Vitamin-Ampel eine
Ergänzung der Nahrung für zwingend. Das trifft insbesondere für
Schwangere und Stillende zu, so Müller-Nothmann, der augenzwinkernd
betont, dass Frauen vor, während und nach der Schwangerschaft Folsäure
fast nötiger brauchen als einen Mann. Die mangelhafte Vitamin- und
Mineralstoffversorgung in Deutschland hat weitere Folgen: Der immer noch
vorhandene Jodmangel führt zum Kropf, der Fluoridmangel zu Osteoporose
und Zahnkaries, der bei vielen Menschen kombinierte Kalzium- und
Vitamin-D-Mangel zur Osteoporose, der Eisenmangel bei Frauen vor der
Menopause zu Müdigkeit, Konzentrationsmangel und Abgeschlagenheit, der
Vitamin E-Mangel zu oxidativem Stress und übermäßiger Bildung von freien
Radikalen, der Thiaminmangel zu Stoffwechselstörungen und
Konzentrationsmangel, die unzureichende Versorgung mit Pantothensäure zu
Wundheilungs- und Stoffwechselstörungen, der Pyridoxinmangel zu
depressiver Verstimmung und Problemen im Proteinstoffwechsel und die
Unterversorgung mit Biotin zu Haarausfall sowie brüchigen Fingernägeln,
listet Vitalstoffexperte Sven-David Müller-Nothmann die extremen Folgen
der Fehlernährung in Deutschland auf. Die Bevölkerung braucht ein
Bewusstsein für eine gesunde Ernährungsweise, um Krankheiten
vorzubeugen, betont der erste Vorsitzende des Deutschen Kompetenzzentrum
Gesundheitsförderung und Diätetik. Es kann doch nicht zuviel verlangt
sein, täglich fünf Portionen Gemüse und Obst zu essen sowie bei Bedarf
zielgerichtet Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, kritisiert
Sven-David Müller-Nothmann, der zum Expertengremium der
Vitalstoffakademie gehört, abschließend.
Folsäure hilft Gehirn auf die Sprünge
20.01.2007 - Die regelmäßige Einnahme von Folsäure kann bei älteren
Menschen die Hirnleistung verbessern. Versuchsteilnehmer konnten sich
besser erinnern und Informationen schneller verarbeiten, berichten
niederländische Wissenschaftler. Mit zunehmendem Alter nimmt die
Leistung des Gehirns ab. Schon länger vermuten Forscher, dass dies mit
niedrigen Folsäurewerten zusammenhängt - gekoppelt mit einem Anstieg der
schädlichen Aminosäure Homocystein im Blut. Zudem könnte ein erhöhter
Homocysteingehalt zu Demenz und auch Alzheimer führen. Das Vitamin
Folsäure senkt die Homcystein-Konzentration. Die regelmäßige Einnahme
von Folsäure kann tatsächlich die Leistung des Gehirns verbessern, wie
Wissenschaftler von der niederländischen Universität Wageningen jetzt in
einer dreijährigen Studie belegt haben. Jane Durga und ihre Kollegen
untersuchten die kognitiven Fähigkeiten von 818 Männern und Frauen mit
erhöhten Homocysteinwerten im Alter von 50 bis 75 Jahren. Die Probanden
wurden in zwei Gruppen eingeteilt, wobei die erste Gruppe drei Jahre
lang 800 Mikrogramm Folsäure täglich einnahm, während die andere Gruppe
ein Placebo bekam. In der Folsäuregruppe sank der Homocysteinspiegel.
Bei verschiedenen Tests zur Wahrnehmung und Reaktionsgeschwindigkeit
schnitten diese Probanden auch besser ab als jene der Placebogruppe.
Ihre Leistungen waren im Schnitt mit denen von zwei bis fünf Jahre
jüngeren Menschen vergleichbar. Teilnehmer hatten auch ein besseres
Erinnerungsvermögen, berichten Durga und ihre Kollegen im britischen
Medizinjournal "The Lancet" (Bd. 369, S. 208). Nach Angaben der
Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) nehmen fast alle Deutschen zu
wenig Folsäure über die Nahrung auf. Empfohlen wird eine Tagesdosis von
400 Mikrogramm. Vollkornprodukte, Leber und Gemüse wie Spinat und
Broccoli enthalten dieses Vitamin aus dem B-Komplex. Ein Mangel kann zu
Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems und in der Schwangerschaft beim
Embryo zu Fehlbildungen führen. In Ländern wie Kanada und den USA wird
Folsäure schon länger mehlhaltigen Nahrungsmitteln beigemischt. Dadurch
haben typische Krankheitsbilder, insbesondere bei Neugeborenen, deutlich
abgenommen. In Deutschland gibt spezielles Jodsalz, dem auch Folsäure
zugefügt ist. hda/dpa
Lange und gesund leben mit Resveratrol
14.12.2006 - Der Molekularbiologe David Sinclair hat in den
vergangenen Jahren Resveratrol an Fadenwürmer, Hefezellen, Fliegen und
Mäuse verfüttert. „In jedem bisher getesteten Organismus hat sie das
Leben verlängert.“ Auch scheine die Substanz generell die Gesundheit zu
stärken, berichtet Sinclair. In der Studie setzte er Labormäusen eine
mörderische Diät vor: 60 Prozent der Kalorien stammten aus Fett. Nach
einigen Monaten hatten die Mäuse eine Fettleber, Anzeichen von Diabetes
Typ 2 und starben in größerer Zahl. Anders erging es Tieren in einer
Vergleichsgruppe: Diese Mäuse wurden genauso gemästet, bekamen aber mit
dem Futter hohe Dosen an Resveratrol. Zwar wurden auch diese Tiere fett,
ihre Blutzuckerwerte und ihre Leber jedoch blieben normal, und ihre
Lebenserwartung war nicht beeinträchtigt * Völlerei ohne Reue. Dass
Resveratrol anscheinend auch das körperliche Leistungsvermögen erhöht,
haben vor kurzem französische Forscher vermeldet. Eine normale Labormaus
schafft auf einem Laufband ungefähr einen Kilometer, ehe sie erschöpft
zusammenbricht. Doch Exemplare, die im Futter Resveratrol bekamen,
rannten doppelt so weit. Überdies war ihre Herzfrequenz erniedrigt, und
in ihren Muskelzellen hatten sie eine erhöhte Zahl von Mitochondrien,
jenen Strukturen, die den Zellen Energie zur Verfügung stellen.
Tatsächlich scheint Resveratrol auf einen wichtigen Regelkreis zu
wirken. Diese Substanz sei „das erste Beispiel für einen Wirkstoff, der
offenbar den gesamten Alterungsprozess beeinflussen kann“, sagt Felipe
Sierra vom National Institute on Aging im amerikanischen Bethesda. Die
Grundlage dafür wurde Anfang der neunziger Jahre in Guarentes Labor am
MIT geschaffen. Dort studierten die Forscher Hefezellen, die aufgrund
einer genetischen Besonderheit besonders lange lebten. Die Forscher
entdeckten alsbald, was dieses Gen macht: Es stellt ein Enzym her,
welches das Erbgut schützt und auf diese Weise die Zellen länger leben
lässt. Guarente wiederum erkannte, dass dieses Enzym direkt an den
Stoffwechsel gekoppelt ist: In Zeiten von Nahrungsmangel schaltet der
Organismus das Schutz-Enzym an * und lebt dadurch länger. Das Enzym, auf
den Namen „Sirtuin“ getauft, findet sich nicht nur in Hefezellen,
sondern auch in einer Vielzahl höherer Organismen * offenbar gehören die
Sirtuine zur Grundausstattung des Lebens. Bei Säugetieren wurden sogar
sieben verschiedene Sorten des Enzyms entdeckt. Der nächste Schritt war
damit klar: die Suche nach einem Wirkstoff, der die Sirtuine gezielt
anschaltet. Dann wurde Sinclair fündig: Sein Team entdeckte 19
verschiedene pflanzliche Moleküle, welche das Sirtuin in Hefezellen
aktivieren * eben auch Resveratrol, das in Erdnüssen, Knöterich und
Rotwein vorkommt. Zur ergiebigsten Quelle zählt der japanische Knöterich
mit vergleichsweise hoher Konzentration an Resveratrol. Sinclair
vermutet, dass diese Substanz auch in der Pflanze eine wichtige Reaktion
auslöst: Bei zu viel Sonne etwa oder bei Pilzbefall stelle die Pflanze
sie her, um die pflanzeneigenen Sirtuine zu aktivieren.
Schlemmen, ohne krank zu werden
11.12.2006 - Eine Substanz aus Rotwein könnte Übergewichtigen das
Leben erleichtern. Resveratrol lässt Speck zwar nicht verschwinden,
mindert aber die gesundheitlichen Folgen von Übergewicht - zumindest im
Tierversuch. Ist der Stoff ein Lebenselexier für die Generation XXL? Das
Leben ist nicht einfach für fettsüchtige Menschen: Die Wirbelsäule wird
extrem beansprucht, die Gelenke leiden. Extrem Übergewichtige können
ihren massigen Körper kaum noch aus eigener Kraft bewegen. Besonders
dramatisch sind die Folgen der Fettsucht für die Gesundheit: Es kommt zu
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die Leber vergrößert sich, häufig tritt
Diabetes auf, die Lebenserwartung sinkt. Zumindest gegen diese
gesundheitlichen Folgen von Übergewicht könnte es bald ein erstaunlich
wirksames Mittel geben: Resveratrol. Die Verbindung, ein Antioxidant aus
der Gruppe der Polyphenole, kommt unter anderem in Knöterich, Erdnüssen
und Rotwein vor. Bei Versuchen mit Mäusen hat Resveratrol die Gesundheit
übergewichtiger Tiere deutlich verbessert, wie ein internationales
Forscherteam jetzt in einer Vorabveröffentlichung des Magazins "Nature"
berichtet. Die Tiere waren fast so fit wie normalgewichtige Mäuse und
ihre Lebenserwartung verlängerte sich. Sollte die Substanz bei
übergewichtigen Menschen ähnlich wirken, dann könnte Resveratrol deren
Lebensqualität und Lebenserwartung deutlich verbessern - selbst dann,
wenn es die überzähligen Pfunde nicht verschwinden lässt. Fettsüchtige
könnten, abgesehen von ihrem Körperumfang, womöglich folgenlos
schlemmen. Resveratrol wäre eine Art Lebenselexier für die Generation
XXL. Schutz vor Krebserkrankungen Wenn es überhaupt Stoffe gibt, die die
Bezeichnung Wundermittel rechtfertigen, dann zählt Resveratrol auf jeden
Fall dazu. Das Antioxidant wird seit Jahren intensiv erforscht. Studien
haben gezeigt, dass es nicht nur vor Krebs schützt, sondern auch
Arterienverkalkungen und Herzinfarkten vorbeugt. Für ihre Versuche
teilten David Sinclair von der Harvard Medical School und seine Kollegen
Mäuse in drei Gruppen ein: Die erste Gruppe bekam normale Nahrung. Die
beiden anderen wurden mit extrem fettreicher Nahrung regelrecht gemästet
- binnen weniger Wochen waren sie übergewichtig. Die dritte Gruppe bekam
mit der Fettnahrung zusätzlich Resveratrol. Die Forscher untersuchten
die Mäuse permanent während des ein Jahr laufenden Versuchs. Neben
diversen Blutwerten dokumentierte das Team von David Sinclair auch die
motorischen Fähigkeiten der Tiere in einem sogenannten Rotarod, einem
sich immer schneller drehendem Laufrad, das automatisch misst, wie viele
Sekunden sich eine Maus auf dem Rad halten kann. Überraschendes
Ergebnis: Die Resveratrol-Mäuse waren zwar nur minimal leichter als die
anderen Tiere mit Fettnahrung - verbesserten ihre Motorik im Laufe der
Wochen aber permanent und erreichten fast das Niveau der
normalgewichtigen Mäuse. "Die Mäuse lebten besser" Noch beeindruckender
waren die gesundheitlichen Effekte des Wundermittels. "Nach sechs
Monaten hatte Resveratrol die meisten negativen Wirkungen der
Hoch-Kalorie-Diät verhindert", sagte Sinclair. Die Alterung der Tiere
sei verringert worden, die Lebenszeit habe sich im Schnitt um 15 Prozent
verlängert. Außerdem habe sich die Insulinempfindlichkeit erhöht - ein
Indiz für ein geringeres Diabetesrisiko. Auch Blutwerte seien durch die
Resveratrol-Gabe im Vergleich zur Kontrollgruppe verbessert worden. "Die
Mäuse lebten mit Resveratrol nicht nur länger, sondern auch besser. Sie
waren auch aktiver", sagte Sinclair. Dass Resveratrol das Zeug zum
Lebenselexier hat, hatten Wissenschaftler bereits bei verschiedenen
Organismen gezeigt - bislang aber noch nicht bei Säugetieren. Ulrich
Förstermann, Leiter des Instituts für Pharmakologie der Universität
Mainz, zeigte sich nur zum Teil überrascht von der neuen Studie. Die
Vielfalt der Wirkungen des Antioxidants sei jedoch beeindruckend, sagte
er im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. "Ich finde es erstaunlich, dass
Resveratrol so viele Gene reguliert, so auch im Bereich Diabetes."
Förstermanns Forscherteam hatte 2002 gezeigt, dass Resveratrol ein
wichtiges Herzkreislauf-Schutzgen aktiviert: die sogenannte endotheliale
NO-Synthase. "Erhöhte Resveratrol-Konzentrationen schützen damit
wahrscheinlich vor Thrombose, Bluthochdruck und Arteriosklerose", so
Förtermann. Dosis entspricht Dutzenden Flaschen Rotwein Simone Fulda von
der Universitätsklinik Ulm erklärte im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE, es
sei "interessant, dass der Stoff so viele Effekte auslösen kann". Die
Wissenschaftlerin hatte herausgefunden, dass Resveratrol die Resistenz
von Tumorzellen gegenüber Krebstherapien aufhebt - also den
Behandlungserfolg erhöhen kann. Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,445789,00.html
Helicobacter: Bakterien können ins Blut gelangen
31.10.2006 - San Francisco (ddp). Der Magenkeim Helicobacter pylori
kann vom Magen in die Blutbahn gelangen, hat ein
schwedisch-amerikanisches Forscherteam entdeckt. Der Erreger, der
normalerweise für die Bildung von Magenschleimhautentzündungen und
Magengeschwüren verantwortlich ist, könnte daher auch andere
entzündliche Krankheiten wie Rheuma oder Arterienverkalkung auslösen.
Ihre Ergebnisse stellen die Forscher um Marina Aspholm von der
Universität von Umea in der Fachzeitschrift «PloS Pathogens» vor (Bd. 2,
Nr. 10, S. e110, doi: 10.1371/journal.ppat.0020110). Helicobacter pylori
lebt in der Magenwand und kann dort Magenschleimhautentzündung und als
Folge davon Magengeschwüre und sogar Krebs auslösen, hatten australische
Forscher bereits in den 80er Jahren herausgefunden. Doch ebenso, wie
sich das Bakterium an Zellen in der Magenwand anheften kann, kann es
sich auch an rote Blutkörperchen hängen, stellte die Forschergruppe um
Aspholm jetzt fest. Dies geschieht, indem Eiweiße auf der Oberfläche des
Bakteriums an Moleküle andocken, die sowohl auf Magenwandzellen als auch
auf roten Blutkörperchen vorkommen. Einmal in die Blutbahn gelangt,
könnte das Bakterium zu entzündlichen Erkrankungen mit bisher
unbekannter Ursache beitragen, vermuten Aspholm und ihre Kollegen. So
könnte es beispielsweise eine Rolle bei Gelenkrheumatismus und
Arterienverkalkung spielen. Sowohl die Zellen der Magenschleimhaut als
auch die verschiedenen Helicobacter-Stämme haben jedoch unterschiedliche
Eigenschaften. Dies könnte erklären, warum sich die Bakterien bei
manchen Menschen besser an die Magenschleimhaut anheften können als bei
anderen. Etwas Ähnliches könnte auch gelten, wenn das Bakterium in die
Blutbahn gelangt und hierdurch andere Zellgruppen erreicht, vermuten die
Forscher. Wie und in welchen Fällen Helicobacter pylori zu
chronisch-entzündlichen Erkrankungen führt, wollen sie als nächstes
untersuchen.
Gesunde Waffe gegen Krebs: Vitamin C
14.09.2006 - Studie: Hohe Konzentrationen von Ascorbinsäure töten
Krebszellen im Labor ab! Direkt in die Venen gespritztes Vitamin C
könnte zur Behandlung von Krebs eingesetzt werden. Das schließen
amerikanische Wissenschaftler aus einer Laborstudie, bei der Vitamin C
zur Entstehung von Wasserstoffperoxid führte, das die Krebszellen
gezielt abtötet. Doch auch im Kampf gegen Infektionskrankheiten könnte
Vitamin C eine wichtige Rolle spielen. Bereits vor etwa dreißig Jahren
haben erste Untersuchungen eine positive Auswirkung großer Mengen
Vitamin C auf die Behandlung von Krebs vermuten lassen. Nachfolgende
Studien konnten jedoch diesen Zusammenhang nicht beweisen. Die
Wissenschaftler um Chen wiederholten diesen Versuch nun mit zehn
Krebszelllinien und vier Kulturen gesunder Körperzellen. Das Ergebnis
war eindeutig: Das Vitamin C tötete gezielt die Krebszellen ab, während
die gesunden Zelllinien nicht geschädigt wurden. Die Ascorbinsäure
führte zur Bildung von Wasserstoffperoxid, das den Tod der Krebszellen
verursachte, stellten die Forscher weiter fest. Wasserstoffperoxid
entstand dabei jedoch nur außerhalb der Zellen und nicht im Blut. Das
Blut sei deshalb ein ideales Transportmittel, mit dem die intravenös
verabreichte Ascorbinsäure zu den verschiedenen Geweben befördert werden
könne, erklären die Wissenschaftler. Da selbst hohe Konzentrationen von
Vitamin C gezielt nur Krebszellen tötete und gesunde Körperzellen nicht
beschädigt wurden, könnte es erfolgreich in der Krebstherapie eingesetzt
werden. Zudem könnte die Ascorbinsäure auch für die Behandlung von
Infektionskrankheiten verwendet werden, denn Wasserstoffperoxid spielt
im Immunsystem der Säugetiere eine wichtige Rolle bei der Abwehr von
Bakterien und Viren. Nun wollen die Forscher mit ersten Versuchen an
Krebspatienten beginnen.
Darmkrebs: Quercetin und Curcumin können vorbeugend wirken
02.08.2006 - Rochester (ddp). Inhaltsstoffe von Curry und Zwiebeln
können gefährliche Darmpolypen zurückdrängen und damit Darmkrebs
vorbeugen. Das haben amerikanische Mediziner in einer Pilotstudie an
fünf Patienten gezeigt, die an der so genannten familiären adenomatösen
Polyposis (FAP) litten. Im Laufe dieser Erbkrankheit bilden sich
Hunderte von Polypen im Darm. Unbehandelt folgt zwangsläufig Darmkrebs.
Mit den als Tablette eingenommenen Wirkstoffen Curcumin aus der
Curryzutat Gelbwurz und Quercetin aus der Zwiebel konnte die Anzahl und
Größe der Darmpolypen stark reduziert werden, berichten Francis
Giardiello von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore und seine
Kollegen in der Zeitschrift «Clinical Gastroenterology and Hepatology»
(Online-Vorabveröffentlichung, doi:10.1016/j.cgh.2006.03.020). Da FAP zu
einer Wucherung von Polypen mit anschließendem Darmkrebs führt, war zur
Vorbeugung bei allen Patienten bereits ein Teil des Dickdarms operativ
entfernt worden. Die Mediziner untersuchten nun über einen Zeitraum von
neun Monaten, wie sich unter Einnahme von Curcumin und Quercetin die
verbliebenen Polypen im restlichen Verdauungstrakt verhielten. Die Zahl
der Polypen ging um 60 Prozent, die Größe um 50 Prozent zurück, stellten
die Forscher fest. Dieser Befund bestärkt sie nun, eine klinische Studie
mit größerer Beweiskraft in Angriff zu nehmen. Die Forscher vermuteten
schon länger, dass sowohl Curcumin (http://shop.supplementa.com/4DCGI/ezshop?hid=15&sprachnr=1&artikelnummer=3800
als auch Quercetin http://shop.supplementa.com/4DCGI/ezshop?hid=15&sprachnr=1&artikelnummer=44685
eine Wirkung gegen Darmpolypen und Darmkrebs entfalten. Teilweise
stützte sich die Annahme aber nur auf Versuche an Zellkulturen und mit
Mäusen. Das Kombinationspräparat zeigte bei den Patienten fast keine
Nebenwirkungen. Daher könnte es eine gute Alternative zu anderen
Medikamenten sein, die von den Patienten schlecht vertragen werden und
zu Geschwüren und Blutungen im Verdauungstrakt führen, hoffen die
Mediziner. Über Currysoße und Zwiebelsuppe lassen sich die Wirkstoffe
allerdings nicht in ausreichendem Maße einnehmen, da besonders Curcumin
im medizinischen Test sehr hoch dosiert war. In Curry macht es nur drei
bis fünf Gewichtsprozent aus.
Alzheimer: Mittelmeerkost senkt Erkrankungsrisiko
17.07.2006 - Mittelmeerkost mit viel Fisch, Getreide, Obst und Gemüse
gilt bereits als besonders herzgesund. New Yorker Neurologen der
Columbia Universität fanden nun heraus, dass sie auch die
Alzheimer-Krankheit bremsen kann, berichtet die "Apotheken Umschau". In
einer Langzeitstudie mit mehr als 2200 Teilnehmern verringerte sich das
Risiko, an dem immer häufiger auftretenden Schwund der Hirnleistung im
Alter zu erkranken, um 40 Prozent.
Schwaches Herz: Wirksame Behandlung mit Vitamin D
26.06.2006 - Bochum (ddp). Fast 50 000 Bundesbürger sterben jedes
Jahr an Herzmuskelschwäche. Wissenschaftler des Herz- und
Diabeteszentrums NRW am Klinikum der Ruhr-Universität haben jetzt einen
neuen Ansatzpunkt zur Therapie der so genannten Herzinsuffizienz
gefunden. In einer Studie fanden sie heraus, dass Vitamin D zu einem
Anstieg entzündungshemmender Substanzen im Blut und zur Unterdrückung
entzündungsfördernder Substanzen führt. Durch diese Wirkung könnte das
Vitamin künftig Bestandteil einer Therapie sein oder zur Verbeugung der
Krankheit genutzt werden, teilt die Ruhr-Universität Bochum mit. Bereits
2003 fanden Wissenschaftler des Herz- und Diabeteszentrums deutliche
Hinweise, dass eine Unterversorgung mit Vitamin D an der Entstehung der
Herzmuskelschwäche beteiligt ist. So kommt es im Verlauf der Krankheit
fast immer zu einer überschießenden Ausschüttung entzündungsfördernder
Substanzen im Körper - was das Krankheitsbild fortschreitend
verschlechtert. Diesen Mechanismus könnte das Vitamin unterbrechen, wie
die aktuelle Studie zeigt. Stefanie Schulze Schleithoff untersuchte dazu
im Rahmen ihrer Doktorarbeit 93 Patienten. Alle Teilnehmer waren schwer
herzkrank. Einigen wurde Vitamin D, anderen ein Scheinpräparat
verabreicht. Die Wissenschaftlerin fand heraus, dass die Vitamin-D-Gabe
zu einem Anstieg entzündungshemmender Substanzen im Blut der Patienten
und zur Unterdrückung der entzündungsfördernden Substanzen führte. Die
Forscherin sieht die Entdeckung als Grundlage zur Entwicklung neuer
Therapieansätze. «Künftig könnte Vitamin D als entzündungshemmende
Substanz bei der Behandlung der Herzinsuffizienz von Bedeutung sein«,
sagt Schulze Schleithoff. »Eine Therapieempfehlung können wir zurzeit
aber noch nicht geben. Um unser Ergebnis zu untermauern, sind weitere
längerfristige Studien notwendig», betont die Wissenschaftlerin. Von
großer Bedeutung könnte den Angaben nach auch eine vorbeugende Wirkung
einer ausreichenden Vitamin-D-Versorgung in jüngeren Jahren sein.
Vitamin D wird vom menschlichen Körper selbst über die Haut gebildet. 75
bis 90 Prozent des Bedarfs werden über das Sonnenlicht aufgenommen.
Allerdings reicht zwischen Oktober und April die Strahlung nicht aus, um
genügend Vitamin D zu bilden. Doch normalerweise könne der Körper in den
Wintermonaten von dem Vitamin D-Speicher, der während der Sommermonate
gebildet werde, zehren, heißt es weiter. Wer aber selten an der frischen
Luft ist, bildet zu wenig von dem Vitamin. Die Experten empfehlen
deshalb den regelmäßigen Konsum Vitamin D reicher Kost. In nennenswerten
Mengen sei Vitamin D in fettreichem Fisch, wie Hering, Aal, Makrele und
Lachs enthalten. Ratsam seien zwei bis drei Fischmahlzeiten pro Woche,
heißt es weiter.
Blaubeeren als Lieferant hochpotenter Polyphenole
30.05.2006 - Jetzt haben sie Saison: Blaubeeren oder Heidelbeeren
sind noch bis Ende September feldfrisch zu genießen. Die kleinen blauen
Früchte schmecken nicht nur gut, sondern sind auch gesund.
Wissenschaftler haben in Versuchen mit Ratten herausgefunden, dass die
in den Beeren enthaltenen Antioxidantien nicht nur vor freien Radikalen
schützen, sondern auch dem altersbedingten Verlust motorischer
Fähigkeiten entgegenwirken. Besonders erstaunlich waren die Ergebnisse
eines Versuches, bei dem die mit Blaubeeren gefütterten 21 Monate alten
Ratten (entspricht etwa 65 bis 70 Menschenjahren) bis zu 10 Sekunden auf
einem dünnen Holzstab sitzen bleiben konnten. Ihre normal gefütterten
gleichaltrigen Artgenossen hingegen verloren sofort das Gleichgewicht.
Auch die Jungtiere der Kontrollgruppe hielten es nur 4 Sekunden länger
aus. Anschließende Untersuchungen zeigten, dass die in den Blaubeeren
enthaltenen Stoffe einen positiven Einfluss auf den Aufbau neuronaler
Verbindungen und die Zellkommunikation hatten. Die Wissenschaftler
vermuten nun, dass sich dieser Effekt auch positiv auf den
Krankheitsverlauf bei Alzheimer und anderen neurologischen Erkrankungen
beim Menschen auswirken könnte. Weitere gesundheitsfördernde
Eigenschaften haben kürzlich Forscher des amerikanischen
Landwirtschaftsministeriums entdeckt. Die an Vitamin C, B6, Magnesium,
Kalzium und Karotin sowie Pterostilben, bekannt aus Trauben und anderen
roten Beeren, reichen Früchte sind so effektiv wie gebräuchliche
Cholesterinsenker, jedoch haben sie nicht deren Nebenwirkungen. Wie
viele Blaubeeren man essen muss, um den Cholesterinspiegel zu senken,
können die Wissenschaftler derzeit aber noch nicht sagen. Menschen, die
viel am Computer arbeiten, können von einem weiteren Inhaltsstoff
profitieren: Der blaue Farbstoff Anthocyan verbessert den Blutfluss in
den feinen Gefäßen der Augen und schützt die Netzhaut vor Umwelt- und
Stoffwechsel-Schadstoffen. Auch Diabetiker, die eine Netzhautablösung
befürchten müssen sowie Menschen mit Makuladegeneration können sich die
Wirkstoffe zunutze machen.
Vitamine und Mineralstoffe: Mangel trotz Überfluss
30.05.2006 - Ob Gemüse aus heimischem Anbau oder exotische Früchte
aus Übersee * frisches Obst und Gemüse rund ums Jahr sind für deutsche
Verbraucher eine Selbstverständlichkeit. Trotz allem ist die Vitamin-
und Mineralstoffversorgung hierzulande mangelhaft. Die Tendenz zu einer
entsprechenden Unterversorgung ist sogar steigend. Das haben neueste
Studien der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik ergeben. Vor
allem die Kalziumzufuhr, aber auch die Vitamin-D- und Folsäureversorgung
sind laut dieser Studien ungenügend. Die Ursache: Fast-Food, Zeitmangel
und übermäßig viele Diäten führen zu einer zunehmend ungesunden
Ernährung. Auch die zunehmende Auslaugung der Böden und der dadurch
geringere Vitamin- und Mineralstoffgehalt in Obst und Gemüse tragen dazu
bei. Die Symptome einer Unterversorgung bleiben meist sehr unspezifisch:
Kopfschmerzen, verminderte Leistungsfähigkeit, Muskelschmerzen und
allgemeine Abgeschlagenheit. Manche Menschen haben sogar trotz einer
gesunden Lebensführung Mangelerscheinungen. Der Grund: Entzündliche
Darmerkrankungen oder Krebs, aber auch bestimmte Medikamente können die
Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen verhindern. Auch ein erhöhter
Vitamin- und Mineralstoffbedarf in manchen Lebensphasen, etwa
Schwangerschaft, Stillzeit oder hohes Alter, kann zu einer
Unterversorgung führen. In diesen Fällen kann eine gezielte
Supplementierung mit Mineralstoffen und Vitaminen sinnvoll sein, so die
Ernährungsexperten. Bei der Auswahl der Produkte empfiehlt es sich, auf
hohe Qualität, insbesondere Schadstofffreiheit und Bioverfügbarkeit, zu
achten. (Quelle: Natur-Heilkunde Journal 03/2006)
In Maßen gesund: Kaffee
27.05.2006 - Endlich eine gute Nachricht für alle, die auf Kaffee
nicht verzichten wollen: Kaffee hat auch positive gesundheitliche
Wirkungen * wenn man es nicht übertreibt! Einer amerikanischen Studie
zufolge liefert Kaffee, in Maßen getrunken, mehr Antioxidantien als
manch anderes Nahrungsmittel. Ein Team von Wissenschaftlern untersuchte
mehr als 100 verschiedene Nahrungsmittel auf ihren Gehalt an
Antioxidantien, die unsere Zellen vor schädlichen freien Radikalen
schützen. Anschließend ermittelten die Experten, wie hoch der Konsum ist
und wie viele Antioxidantien die Nahrungsmittel, aufgrund der verzehrten
Menge, uns wirklich liefern. Dabei kam das Lieblingsgetränk vieler
Deutscher gut weg: Ein Erwachsener, der durchschnittlich 1,64 Tassen
Kaffee täglich trinkt, nimmt fast 1,3 Milligramm Antioxidantien auf. Das
Resultat gilt allerdings nur für die Klasse der Polyphenole * andere
Verbindungen wurden dabei nicht berücksichtigt. Und: Je länger der
Kaffee stehen bleibt und abkühlt, desto geringer ist seine antioxidative
Wirkung. Dass auch Grüntee viele Antioxidantien enthält (überwiegend
Flavanole, Flavandiole und Phenolcarbonsäuren), ist mittlerweile
bekannt. Aber dass die Schwarzteetrinker sich etwas Gutes tun, geht aus
der Studie ebenfalls hervor: Denn mit 294 Milligramm Antioxidantien
liegt Schwarztee direkt hinter Kaffee, dicht gefolgt von der Banane (76
Milligramm). Die Wissenschaftler betonten aber: Kaffee ist kein Ersatz
für Obst und Gemüse!
Zartbitter ist gut fürs Herz
15.05.2006 - Dunkle Schokolade mit einem Kakaoanteil von mindestens
70 Prozent, hierzulande als Zartbitterschokolade bekannt, kann den
Blutdruck senken und vor freien Radikalen schützen. Forscher an der
Universität Köln haben herausgefunden, dass dunkle Schokolade bioaktive
Substanzen wie Polyphenole enthält, die die Gefäße vor Ablagerungen
schützen und den Alterungsprozess der Körperzellen bremsen. Untersucht
wurden 13 Patienten, die an Bluthochdruck litten. Sie mussten täglich
eine Tafel dunkle Schokolade verzehren. Schon nach zwei Wochen
verbesserten sich ihre Werte. Bei regelmäßigem Konsum weißer Schokolade,
die keinen dunklen Kakao enthält, sank der Blutdruck hingegen nicht. Die
Forscher gehen davon aus, dass Kakao und Schokolade aufgrund ihres hohen
Gehalts an Polyphenolen einen positiven Einfluss auf den menschlichen
Stoffwechsel haben. Bei den Polyphenolen handelt es sich um die gleichen
Gerbstoffe, die auch grünen Tee und Rotwein * in Maßen genossen * zu
gesunden
Nicht im Trüben gefischt - Sind Fischölkapseln gesünder als
Fisch?
02.05.2006 - ''Wer sich gesund ernährt braucht keine
Nahrungsergänzungsmittel" - so eine immer noch weit verbreitete Ansicht.
Die Bezeichnung "gesund" steht dabei für eine Kost, die reich an Obst,
Gemüse, Vollkorngetreide und Nüssen ist, als Fett vorzugsweise Olivenöl
nutzt und regelmäßig ein bis zweimal wöchentlich fisch enthält. Doch ist
eine solche Ernährung tatsachlich so gesund wie häufig behauptet wird?
Die wachsenden Schadstoffbelastungen pflanzlicher Lebensmittel, wie die
seit Jahren in Deutschland zu verzeichnende Zunahme von
Pestizidrückständen und deren Höchstmengenüberschreitungen in Obst und
Gemüse bei gleichzeitiger Anhebung der Grenzwerte oder die erst kürzlich
in z.T. hohen Konzentrationen im Olivenöl nachgewiesenen
gesundheitsschädlichen Weichmacher, müssen ernsthafte Zweifel daran
aufkommen lassen. Auch Fisch ist aus toxikologischer Sicht kritisch zu
beurteilen. Fisch ist unsere wichtigste Quelle für die gesundheitlich
bedeutsamen kardioprotektiv und antientzündlich wirksamen
Omega-3-Fettsäuren. Gleichzeitig kann er jedoch erheblich mit
Schadstoffen wie Schwermetallen (Quecksilber, Cadmium),
Pflanzenschutzmitteln, Dioxinen, hochgiftigen zinnorganischen
Verbindungen aus Schiffsanstrichen belastet sein. Selbst Zuchtfische
machen da keine Ausnahme. Im Gegenteil: Sie kennen nicht nur hohe
Toxinkonzentrationen, sondern zusätzlich auch noch
Medikamentenrückstände enthalten. Die meisten der im Fisch vorkommenden
Schadstoffe sind im menschlichen Körper schlecht abbaubar und können
sich im Fettgewebe anreichern. Besonders problematisch: Gerade die
fettreichen Fische, d.h, diejenigen, die reich an Omega-3-Fettsäuren
sind, sind von den toxischen Belastungen um ein Mehrfaches starker
betroffen als Magerfische. Fachleute schließen nicht mehr aus, dass
durch die Aufnahme dieser Schadstoffe die kardioprotektiven Effekte der
Omega-3-Fettsäuren aufgehoben werden können. Für Schwangere stellt sich
die Situation besonders schwierig dar. Einerseits ist für sie eine
ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren für die Gehirnentwicklung
des Kindes von Bedeutung. Andererseits wurde bereits vor einigen Jahren
vom Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und
Veterinärmedizin (BGVV) darauf hingewiesen, dass zahlreiche Fischarten
höhere Quecksilberkonzentrationen aufweisen können. Dieses Quecksilber
liegt z.T. in plazentagängiger Form vor und kann daher für den Fötus
gefährlich werden. Greenpeace empfiehlt bereits jetzt möglichst mageren
Hochseefisch zu verzehren. Dieser enthält aber nur wenig
Omega-3-Fettsäuren. Spätestens in diesem Punkt stellt sich zwangsläufig
die Frage nach alternativen Aufnahmemöglichkeiten für Omega-3-Fettsäuren
wie es etwa Fischölkapseln darstellen. Tatsächlich schneiden
Fischölkapseln hinsichtlich der Schadstoffbelastung im Vergleich zum
Fisch deutlich besser ab. Bei einer Prüfung der Stiftung Warentest in
diesem Jahr wurden von 14 Fischölpräparaten 13 bezüglich ihrer Belastung
mit Schadstoffen (Kohlenwasserstoffe, Pestizide, Schwermetalle) mit der
Note sehr gut bewertet (test, 8/2005). Untersuchungen von Melanson el al
von der Harvard Medical School in Boston haben ergeben, dass die Gehalte
an PCB und Pestiziden in handelsüblichen Fischölkapseln unter der
Nachweisgrenze liegen (Arch PathoI.Lab Med. 129 (2005), 74-77). Bereits
zuvor konnten dieselben Wissenschaftler nur geringe Mengen an
Quecksilber in Fischölkapseln nachweisen. Sie kommen denn auch
folgerichtig zu dem für deutsche Verhältnisse revolutionären Schluss,
dass ihre Ergebnisse darauf hindeuten, dass Fischölkapseln einem
Fischkonsum vorzuziehen sind. Ob Fischölkapseln grundsätzlich besser
sind als Fisch, diese Frage ist schwer zu beantworten. Einen Teil des
Ernährungsbedarfs an Omega-3-Fettsäuren durch Kapseln zu decken dürfte
aber aus toxikologischer Sicht sinnvoll sein. Das BGVV rät Schwangeren,.
den Konsum von Fischen mit hohen Quecksilberbelastungen (z.B. Tunfisch)
einzuschränken. Schwangere sind daher möglicherweise gut damit beraten,
den größten Teil, wenn nicht sogar den gesamten Bedarf an
Omega-3-Fettsäuren durch Fischölkapseln zu decken.
Mit Chili gegen Prostatakrebs
20.03.2006 - Philadelphia (ddp). Amerikanische Mediziner haben eine
scharfe Waffe gegen Prostatakrebs entdeckt: Eine Substanz namens
Capsaicin, die unter anderem Chilischoten ihre Schärfe verleiht, treibt
Prostatakrebszellen in den Selbstmord. In ersten Tests mit Mäusen hat
sich der Wirkstoff bereits bewährt. Bei Tieren, die mit dem scharfen
Stoff gefüttert wurden, starben etwa 80 Prozent der entarteten Zellen in
der Prostata ab. Außerdem blieben die Tumoren deutlich kleiner und
wuchsen sehr viel langsamer als die bei unbehandelten Mäusen, berichten
Sören Lehmann vom Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles und seine
Kollegen in der Fachzeitschrift «Cancer Research» (Bd. 66, Nr. 6). Die
Wirkung des Chili-Scharfmachers ist nach den Beobachtungen des Teams auf
zwei parallele Effekte zurückzuführen: Einerseits blockiert das
Capsaicin ein Protein namens NF-Kappa B, das in Zellen den so genannten
programmierten Zelltod verhindert. Dieser Mechanismus wird vom Körper
ausgelöst, wenn das Erbgut einer Zelle beschädigt ist, um eine
Verbreitung des Fehlers zu vereiteln. In Krebszellen funktioniert dieser
befohlene Selbstmord unter anderem wegen des Eingreifens von NF-Kappa B
jedoch nicht mehr, so dass sich die Zellen unkontrolliert teilen. Durch
die Blockade von NF-Kappa B kann dieses unkontrollierte Wachstum
gestoppt und die Sensibilität der Zellen für die Selbstmord-Befehle
wieder hergestellt werden, zeigten die Forscher. Andererseits bremst das
Capsaicin das Wachstum der Prostatakrebszellen, indem es die Wirkung der
so genannten Androgenrezeptoren stört. Diese Erkennungsmoleküle für
männliche Geschlechtshormone befinden sich auf der Oberfläche vieler
Krebszellen und regen bei Kontakt mit einem Hormon wie Testosteron das
Wachstum der Zelle an. Das Capsaicin greift in diesen
Regulationsmechanismus ein und parkt sozusagen die Zellen in einem
Zustand, in dem sie sich nicht weiter teilen. Beide Effekte zusammen
haben einen sehr starken wachstumshemmenden Effekt auf die Krebszellen,
schreiben die Wissenschaftler. Das gelte auch für menschliche
Prostatakrebszellen, sowohl im Labor als auch nach der Injektion in
Mäuse. Ob die scharfe Substanz allerdings im menschlichen Organismus
eine ähnliche Wirkung hat, können die Wissenschaftler noch nicht sagen.
Wenn ja, müsste ein 100 Kilogramm schwerer Mann dreimal pro Woche etwa
400 Milligramm Capsaicin zu sich nehmen, um die in den Versuchen
verwendete Dosis zu erreichen - eine Menge, die mindestens 36
mexikanischen Chili-Schoten entspricht. Capsaicin ist auch in
Cayenne-Pfeffer enthalten. Entsprechende Gewürzmischungen bzw.
Nahrungsergänzungen sind im Handel erhältlich.
Antioxidantien beugen Makuladegeneration vor
04.01.2006 - Viele Vitamine und Antioxidantien in der Nahrung
schützen die Augen im Alter vor der so genannten Makuladegeneration
zeigt eine Studie niederländischer Forscher an mehr als 4.000
Freiwilligen. Unter dieser Krankheit, bei der sich die Netzhaut genau an
der Stelle des schärfsten Sehens nach und nach zersetzt, leiden in
westlichen Ländern mehr als 35 Prozent der über 75-Jährigen. Nach den
Ergebnissen der Forscher kann eine ausreichende Versorgung mit Zink und
Vitamin E, aber auch mit Beta-Karotin und Vitamin C dieses Risiko
deutlich senken. Patienten mit Makuladegeneration werden nicht wirklich
blind, verlieren jedoch ihre Fähigkeit, scharf zu sehen. Lesen,
Fernsehen oder Autofahren sind praktisch unmöglich, was die
Lebensqualität extrem einschränkt. Welche Ursache diese häufige
Augenkrankheit hat, ist trotz intensiver Forschung bislang unbekannt.
Die momentan verwendeten Therapieansätze können das Fortschreiten der
Erkrankung lediglich verlangsamen, jedoch nicht stoppen. Als
Risikofaktoren gelten Rauchen inklusive Passivrauchen, UV-Strahlung und
eine genetische Veranlagung. Bereits in früheren Studien gab es Hinweise
darauf, dass der Gehalt an antioxidativen Vitaminen im Blut das
Erkrankungsrisiko beeinflussen kann. Allerdings wurden bei der
Untersuchung mit dem größten nachgewiesenen Effekt
Nahrungsergänzungsmittel mit extrem hoch dosierten Vitaminen verwendet.
Das Ziel der neuen Studie von van Leeuwen von der Erasmus-Universität in
Rotterdam und seinen Kollegen war nun zu prüfen, ob diese Antioxidantien
auch in Mengen wirken, die täglich mit der Nahrung aufgenommen werden
können. Dazu befragten die Forscher 4.170 Freiwillige ab 55 Jahren
mehrmals innerhalb von acht Jahren zu ihren Ernährungsgewohnheiten und
aufgetretenen Krankheiten. Bei 13,4 Prozent der Probanden wurde im Lauf
der Studie eine Makuladegeneration diagnostiziert, berichten die
Forscher. Es gab jedoch einen deutlichen Effekt von Zink, Vitamin C und
E sowie Beta-Karotin auf die Erkrankungswahrscheinlichkeit: Wer leicht
überdurchschnittliche Mengen dieser Antioxidantien und Spurenelemente zu
sich nahm, hatte ein um 35 Prozent geringeres Erkrankungsrisiko als
jemand, der unterdurchschnittlich versorgt war. Die Probanden mit dem
geringsten täglichen Konsum hatten im Vergleich sogar ein um 20 Prozent
erhöhtes Risiko. Die Wissenschaftler empfehlen daher älteren Menschen,
viel Getreide, Nüsse, Milchprodukte, Geflügel, Karotten, Spinat und
Zitrusfrüchte zu essen, um ihren Bedarf optimal zu decken. Quelle:
Redmer van Leeuwen (Erasmus-Universität, Rotterdam) et al.: JAMA (Bd.
294, S. 3101). ddp/wissenschaft.de Ilka Lehnen-Beyel
Cranberries: Natürlicher Karies - Killer
28.11.2005 - Bristol (ddp). Saft aus den heidelbeer-ähnlichen
Cranberries kann Karies vorbeugen: Amerikanische Forscher haben
entdeckt, dass die roten Beeren die Bildung der so genannten Plaque auf
dem Zahnschmelz verhindern können. In diesem Zahnbelag, der viele
Mikroorganismen enthält, bilden sich sonst die Säuren, die auf Dauer den
Zahnschmelz zersetzen. Über ihre Arbeit berichten Hyun Koo von der
Universität von Rochester und seine Kollegen in der Fachzeitschrift «Caries
Research» (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1159/000088901). Die
antimikrobielle Wirkung der aus Nordamerika stammenden Cranberries, in
Deutschland auch großfrüchtige Moosbeeren genannt, wurde bereits in
verschiedenen Studien nachgewiesen. So helfen die roten Beeren unter
anderem gegen Harnwegsinfektionen und beugen ersten Laborergebnissen
zufolge sogar Infektionen mit Darmviren vor. Wissenschaftler glauben,
dass der Cranberrysaft dabei das Anheften der Erreger an die Oberfläche
der betroffenen Organe wie beispielsweise der Blase verhindert. Wenn
dieses Prinzip in der Blase funktioniert, müsste es genauso auch an der
Zahnoberfläche wirken, vermuteten Koo und sein Team. Denn schließlich
nutzen die Karieserreger ebenfalls spezielle Hafteiweiße, um sich am
Zahnschmelz festzuhalten. Auf diese Weise bilden sie rund um den Zahn
eine Art Festung, hinter der sie in aller Ruhe Zucker aus der Nahrung
zersetzen und sich vermehren können. Dabei produzieren die Mikroben
Säuren, die den Zahnschmelz angreifen und so Karies erzeugen.
Tatsächlich konnten die Forscher nachweisen, dass der Cranberrysaft die
Bildung dieser Zahnplaque verhindert: Er blockiert bei den Bakterien
eine Gruppe von Enzymen, die wie molekulare Maurer die verschiedenen
Bestandteile der Plaque zusammenfügen. Außerdem hindern die Beeren
andere Bakterien daran, sich mit den bereits am Zahn anhaftenden zu
verbünden. Allerdings reiche es nicht, kommerziell erhältliche
Cranberry-Säfte zu trinken, geben die Forscher zu bedenken. Diese
Produkte seien häufig mit sehr viel Zucker versetzt, der die positive
Wirkung der Beeren aufhebt. Das Team will nun gezielt nach den
kariesvorbeugenden Inhaltsstoffen suchen, um sie später möglicherweise
Mundwasser oder Zahnpasta zusetzen zu können.
Ein hoher Gemüsekonsum senkt das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs
07.11.2005 - um 50 Prozent. Das schließen amerikanische Forscher aus
einer Studie an mehr als 2000 Probanden. Gelbe Gemüsesorten sowie solche
mit dunklen Blättern wirken besonders effektiv gegen den aggressiven
Krebs. Der Genuss von täglich fünf kleinen Portionen dieser Gemüsesorten
schütze am wirksamsten vor Bauchspeicheldrüsenkrebs, schreiben Elizabeth
Holly von der Universität von Kalifornien in San Francisco und ihre
Kollegen in der Fachzeitschrift «Cancer, Epidemiology, Biomarkers and
Prevention» (September-Ausgabe). Die Forscher befragten für ihre
Untersuchung 2233 Versuchspersonen, von denen 532 an
Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt waren, wie viele Portionen Gemüse oder
Früchte sie im vergangenen Jahr täglich gegessen hatten. Als eine
Portion galt entweder die einer halben Tasse gekochtes Gemüse
entsprechende Menge, zwei Tassen Blattsalat oder eine mittelgroße
Frucht. Zusätzlich ermittelten die Forscher auch, welche Gemüse- und
Früchtesorten konsumiert worden waren. Außerdem hatten die Probanden
Fragen zu ihrem Lebenswandel und Risikofaktoren wie Rauchen, dem
ausgeübten Beruf und den sonstigen Ernährungsgewohnheiten zu
beantworten. Das Resultat: Zwiebeln, Knoblauch, Bohnen, gelbe
Gemüsesorten wie Karotten, Mais und Süßkartoffeln, aber auch Gemüse mit
dunklen Blättern und Kreuzblütlergewächse wie Kohl und Brokkoli
schützten am besten vor Bauchspeicheldrüsenkrebs. Einen etwas
schwächeren schützenden Effekt hatten Gemüsesorten mit hellgrünen
Blättern sowie Tomaten. Früchte, insbesondere Zitrusfrüchte,
verminderten zwar auch das Krebsrisiko, jedoch deutlich weniger als
Gemüse, stellten die Wissenschaftler fest. Der Verzehr von täglich
mindestens 5 Portionen der schützenden Gemüse- oder Früchtesorten senkte
das Bauchspeicheldrüsenkrebsrisiko um 50 Prozent, verglichen mit dem
Konsum von höchstens zwei Portionen pro Tag, ergab die Auswertung. Die
Resultate würden jedoch nicht nur darauf hindeuten, welche Früchte und
Gemüsesorten nützlich seien, erklären die Forscher. Zum Beispiel spiele
auch die Art und Weise, wie die Nahrung zubereitet werde, eine große
Rolle. So schütze rohes Gemüse besser vor Krebs als gekochtes, und
Bratkartoffeln wirkten sich sehr wahrscheinlich eher negativ aus als zum
Beispiel gekochte Kartoffeln. Philadelphia (ddp).
Krebstherapie: Substanz aus Rotwein soll helfen
19.09.2005 - Trotz vielfältiger Behandlungsmöglich-keiten haben
zahlreiche Krebspatienten eine schlechte Heilungsprognose. Ein Grund
dafür ist, dass die meisten Krebsmedikamente vor allem dadurch wirken,
dass sie in Tumorzellen das zelleigene Selbstmordprogramm auslösen. Da
dieses Programm jedoch in vielen Tumoren blockiert ist, sind solche
Geschwülste oft resistent gegenüber vielen Behandlungsmethoden. Ein
Bestandteil des Rotweins könnte jetzt der Schlüssel zu neuen Therapien
sein, berichtet die Wilhelm-Sander-Stiftung. Die Wirkung der Substanz
wurde in einer Studie der Universitätsklinik für Kinder- und
Jugendmedizin in Ulm nachgewiesen. Ein Forscherteam um Professor
Klaus-Michael Debatin und Simone Fulda entdeckte bei Untersuchungen,
dass der Naturstoff Resveratrol die gefürchtete Resistenz von
Tumorzellen gegenüber Krebstherapien aufhebt. Resveratrol kommt
natürlicherweise im Rotwein vor und war bisher vor allem wegen seiner
positiven Wirkungen auf das menschliche Herz bekannt. So dürfte
Resveratrol den Angaben nach der Grund dafür sein, dass dort, wo viel
Rotwein getrunken wird, auch weniger Erkrankungen des
Herz-Kreislaufsystems auftreten. Die Ulmer Forscher fanden nun heraus,
dass Resveratrol zahlreiche Krebsarten unter anderem für die
Chemotherapie empfindlicher machen kann. Die Untersuchungen zeigten,
dass Resveratrol ein Protein im Körper außer Kraft setzt, welches das
Selbstmordprogramm in den Tumorzellen hemmt. So kann die Schwelle zur
Auslösung des Zellselbstmordes gesenkt werden. Dies wird nach den
Erkenntnissen der Wissenschaftler durch eine gleichzeitige Verabreichung
von Zytostatika - Substanzen, die das Zellwachstum beziehungsweise die
Zellteilung hemmen - unterstützt. Nach Darstellung der Forscher eröffnen
sich durch die Identifizierung dieser neuartigen Wirkung von Resveratrol
neue Perspektiven in der Krebstherapie. So sei unter anderem angedacht,
den Wirkstoff künftig in Kombination mit herkömmlichen
Behandlungsmethoden einzusetzen.
Vitamin C contra Krebszellen
15.09.2005 - Direkt in die Venen gespritztes Vitamin C könnte zur
Behandlung von Krebs eingesetzt werden. Das schließen amerikanische
Wissenschaftler aus einer Laborstudie, bei der Vitamin C zur Entstehung
von Wasserstoffperoxid führte, das die Krebszellen gezielt abtötet. Doch
auch im Kampf gegen Infektionskrankheiten könnte Vitamin C eine wichtige
Rolle spielen, schreiben Qi Chen vom Nationalen Gesundheitsinstitut
(NIH) in Bethesda und seine Kollegen in der Fachzeitschrift «PNAS» (Bd.
102, S. 13604). Bereits vor etwa 30 Jahren haben erste Untersuchungen
eine positive Auswirkung großer Mengen Vitamin C auf die Behandlung von
Krebs vermuten lassen. Nachfolgende Studien konnten jedoch diesen
Zusammenhang nicht beweisen. Qi Chen und seine Kollegen mutmaßten, dass
die Art, wie die auch Ascorbinsäure genannte Substanz den Patienten
verabreicht wurde, für die unterschiedlichen Resultate verantwortlich
war: Während in der ersten Studie das Vitamin C direkt in die Venen
gespritzt worden war und deshalb in hoher Konzentration vorlag, wurde es
in den darauf folgenden Untersuchungen oral verabreicht. Die
Wissenschaftler um Chen wiederholten diesen Versuch nun mit zehn
Krebszelllinien und vier Kulturen gesunder Körperzellen. Das Ergebnis
war eindeutig: Das Vitamin C tötete gezielt die Krebszellen ab, während
die gesunden Zelllinien nicht geschädigt wurden. Damit die Krebszellen
abstarben, musste jedoch das Vitamin C in so hohen Konzentrationen
verabreicht werden, wie sie beim Menschen nur durch eine Infusion direkt
in die Venen erreicht werden können. Die Ascorbinsäure führte zur
Bildung von Wasserstoffperoxid, das den Tod der Krebszellen verursachte,
stellten die Forscher weiter fest. Wasserstoffperoxid entstand dabei
jedoch nur außerhalb der Zellen und nicht im Blut. Das Blut sei deshalb
ein ideales Transportmittel, mit dem die intravenös verabreichte
Ascorbinsäure zu den verschiedenen Geweben befördert werden könne,
erklären die Wissenschaftler. Da selbst hohe Konzentrationen von Vitamin
C gezielt nur Krebszellen töteten und gesunde Körperzellen nicht
beschädigt wurden, könnte es erfolgreich in der Krebstherapie eingesetzt
werden. Zudem könnte die Ascorbinsäure auch für die Behandlung von
Infektionskrankheiten verwendet werden, denn Wasserstoffperoxid spielt
im Immunsystem der Säugetiere eine wichtige Rolle in der Abwehr von
Bakterien und Viren. Nun wollen die Forscher mit ersten Versuchen an
Krebspatienten beginnen.
Herz- und Gefäßerkrankungen
08.09.2005 - Herzinfarkte und Gefäßerkrankungen sind für Frauen
Studien zufolge besonders gefährlich. �Zwar haben insgesamt mehr Männer
Herzinfarkte, aber während nur jeder zwölfte daran stirbt, ist es bei
den Frauen jede fünfte Patientin", sagte die Gefäßspezialistin Anne
Hinrichs vom Vivantes-Klinikum Friedrichshain der dpa in Berlin. Das
gehe aus dem neuen Berliner Herzinfarkt-Register hervor. �Dieser
Geschlechterunterschied zieht sich durch alle Studien der vergangenen 20
Jahre." Vorbeugung - durch genügend Sport und gesunde Lebensweise - sei
für Frauen deshalb besonders wichtig. Probleme der
geschlechtsspezifischen Diagnose und Behandlung von Herz- und
Gefäßerkrankungen sind ein zentrales Thema auf der Jahrestagung der
Gesellschaft für Gefäßmedizin vom Mittwoch bis Samstag in Berlin. �Es
gibt mehrere Aspekte, an denen wir arbeiten müssen", betonte Hinrichs.
So zeigten Studien, dass Frauen als Patientinnen offenbar nicht so ernst
genommen und im Krankenhaus viel seltener den Leitlinien gemäß behandelt
würden. Auch die Frage, ob Medikamente bei Frauen anders wirken als bei
Männern, die bislang im Mittelpunkt der Gefäß-Studien standen, müsse
mehr Beachtung finden, forderte Hinrichs. Denn eines sei durch diverse
Studien belegt: Risikofaktoren für Gefäß- und Herzleiden, wie Diabetes,
Übergewicht oder Bluthochdruck, haben für Frauen schlimmere
Auswirkungen. �Die Gefahr, durch Diabetes einen Schlaganfall oder eine
Arterienverschluss-Krankheit zu bekommen, ist für Frauen deutlich
größer". Bei letzterer etwa ist das Risiko mehr als doppelt so groß.
Diese Faktoren gelte es deshalb so gering wie möglich zu halten.
Hinrichs schlägt vor: �Fünf mal pro Woche 30 Minuten Aerobic wären prima
- aber auch schon regelmäßiges Nordic Walking hilft, die Gefäße gesund
zu halten."
Argininmangel bei Krebspatienten verbreitet
02.08.2005 - Krebserkrankungen gehen häufig schon in einem frühen
Stadium mit einem Argininmangel einher, der Auslöser für eine
lebensbedrohliche Mangelernährung sein kann. Eine Nahrungsergänzung mit
Arginin kann für Krebspatienten daher sinnvoll sein. Ein Drittel aller
Krebserkrankten stirbt an Mangelernährung und nicht an der
Krebserkrankung selbst. Daher ist es von großer Bedeutung, die Gründe
für eine verminderte Nährstoffaufnahme aufzudecken. Niederländische
Wissenschaftler gingen in einer aktuellen, im "American Journal of
Clinical Nutrition" veröffentlichten Studie der These nach, dass eine
Stoffwechselstörung bei der Aminosäure Arginin dafür verantwortlich
zeichnet. Sie bestimmten den Plasmaargininspiegel von Patienten mit
Brust-, Darm- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs und den von Gesunden vor und
nach einer Argininsupplementation. Ergebnis: Der Argininspiegel der
Krebspatienten erwies sich als deutlich niedriger als bei der
Kontrollgruppe und zwar unabhängig von Tumorart, bestehendem
Gewichtsverlust, Tumorstadium oder Gesamtaminosäurespiegel. Dies scheint
also ein besonderes Merkmal einer Krebserkrankung zu sein. Die
niederländischen Wissenschaftler vermuten, dass eine erhöhte Aktivität
des Arginin-spaltenden Enzyms Arginase im Tumor für den Argininmangel
verantwortlich ist. Dieser Mangel breitet sich auf den gesamten
Organismus des Patienten aus und scheint eine Verminderung der
Gesamtaminosäurekonzentration im Plasma nach sich zu ziehen. Ein
Argininmangel steht also vermutlich am Anfang einer Kette von
Stoffwechselstörungen, die unter anderem zu einer verminderten
Energieaufnahme führen können. Aufgrund der Komplexität der
Stoffwechselstörungen, die bei einer krebsassoziierten Mangelernährung
festzustellen sind, plädieren die Wissenschaftler für die Durchführung
weiterer Studien in frühen Stadien einer Krebserkrankung. Quelle: Am J
Clin Nutr 81, 1142-1146 (2005).
Selen schützt möglicherweise vor Prostatakrebs
12.07.2005 - In einer amerikanischen Studie mit 52 Patienten und 96
gematchten Kontrollen war ein niedriger Selenspiegel assoziiert mit
einem vier- bis fünffach erhöhten Risiko für Prostatakrebs. Da sich die
Männer aus einer Langzeitstudie* rekrutierten, konnte man dabei auf
Selenwerte zurückgreifen, die mehr als drei Jahre zurücklagen, heißt es
im "Journal of Urology". *Baltimore Longitudinal Study of Aging Registry
Gesünder leben mit Vitamin D
11.07.2005 - Was das Sonnenvitamin alles kann In Regionen mit
niedriger Sonneneinstrahlung treten schwere Erkrankungen wie z.B.
Dickdarm- , Prostata- und Brustkrebs gehäuft auf. Dabei spielt der
Mangel an Vitamin D eine wichtige Rolle, wie aktuelle Studien vermuten
lassen. Denn 90 % des Bedarfs an Vitamin D wird mit Hilfe von
Sonneneinstrahlung durch den menschlichen Organismus selbst gebildet.
Außerdem konnten Forscher in zahlreichen Studien die weit reichenden
Konsequenzen eines Vitamin-D-Mangels nachweisen. So besteht ein
Zusammenhang zwischen zu wenig Vitamin D und chronischen Erkrankungen,
wie z. B. Rheuma, Multiple Sklerose, Diabetes und bestimmten
Herzerkrankungen. Das "Sonnenvitamin" ist besonders für ältere Menschen
wichtig. Denn mit zunehmendem Alter steigt der Bedarf des Körpers an
Vitamin D, gleichzeitig kann der menschliche Organismus aber weniger
davon synthetisieren. Dadurch werden die Knochen poröser und brechen
leicht. Gerade Frauen in der Menopause sollten zusätzlich mit der
Nahrung Vitamin D aufnehmen, um der Osteoporose vorzubeugen. Die
"Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V." empfiehlt 5 µg Vitamin D
täglich für alle Altersgruppen ab dem ersten Lebensjahr und 10 µg für
Personen ab dem 65. Lebensjahr. Natürliches Vitamin D kommt vor allem in
Fisch und Lebertran vor, deshalb sollten pro Woche zwei Fischmahlzeiten
auf Ihrem Speiseplan stehen. Als praktische Alternative bietet sich
Gelovital® Lebertrankapseln Pohl (Apotheke) an. Diese
geschmacksneutralen Kapseln enthalten neben Vitamin D auch Vitamin A und
Omega-3-Fettsäuren. Dadurch stärken sie zusätzlich Augen, Haut und
Abwehrkräfte und verbessern den Blutfluss.
Gut für den Darm: Ein Glas Apfelsaft pro Tag Gut für den Darm: Ein
Glas Apfelsaf
28.06.2005 - Bonn/Kaiserslautern (dpa) - Ein Glas Apfelsaft pro Tag
fördert die Darmgesundheit. Verantwortlich dafür seien vermutlich die in
den Äpfeln enthaltenen so genannten Polyphenole, teilt das
Bundesministerium für Bildung und Forschung unter Berufung auf
Lebensmittelchemiker der Universität Kaiserslautern mit. Naturtrüber
Apfelsaft habe dabei im Tierversuch mit Ratten sogar noch besser gewirkt
als klarer Saft. Vermutlich könnten die Partikel des trüben Apfelsafts
die Polyphenole, die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen, besser
binden und in den Darm transportieren.
EPIC-Studie: Rotes Fleisch erhöht, Fisch senkt das Darmkrebsrisiko
17.06.2005 - LYON. Nach neuesten Ergebnissen einer in Europa
durchgeführten Beobachtungsstudie könnte der häufige Verzehr von rotem
Fleisch ein wichtiger Risikofaktor für das Kolorektalkarzinom ist. Für
Geflügelfleisch wurde keine Assoziation gefunden, und Fisch hatte sogar
eine protektive Wirkung. An der Studie, die im Journal of the National
Cancer Institute (JNCI 2005; 97: 906-916) publiziert wurde, beteiligten
sich auch das Deutsche Institut für Ernährungsforschung in
Potsdam-Rehbrücke (DIfE) und das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ)
in Heidelberg. Mit fast einer halben Millionen Teilnehmern ist die
�European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition" (EPIC)
die größte Studie, die jemals den Zusammenhang zwischen Ernährung und
Gesundheit erforscht hat. Seit 1992 wird eine repräsentative Stichprobe
von Menschen aus zehn europäischen Ländern nach ihren Lebensgewohnheiten
befragt. Die Angaben wurden dann mit den späteren Erkrankungen in
Beziehung gesetzt. Ein Kolorektalkarzinom wurde in den ersten 4,8 Jahren
bei 1 329 Teilnehmern diagnostiziert. Hierunter waren überproportional
viele Personen, die häufig und viel �rotes" Fleisch verzehrten. Die
Berechnungen der Gruppe um Elio Riboli von der International Agency for
Research on Cancer (IARC) in Lyon ergaben ein um 35 Prozent erhöhtes
Darmkrebsrisiko für Personen, die mehr als 160 Gramm pro Tag verzehrten
im Vergleich zu Personen, die weniger als 20 Gramm pro Tag verzehrten.
Die Hazard Ratio (HR) von 1,35 war bei einem
95-Prozent-Konfidenzintervall von 0,96 bis 1,88 nicht signifikant,
sodass sich daraus keine Warnung ableiten ließe. Erst nach einer
Korrektur um Messfehler wurde die Assoziation statistisch beweiskräftig:
Danach steigt das Risiko je nachdem, ob die Daten kalibriert wurden oder
nicht, pro 100 Gramm rotem Fleisch pro Tag um 25 Prozent (HR 1,25,
1,09-1,41) bis 55 Prozent (HR = 1,55; 1,19-2,02). Bei diesen Werten ist
der Einfluss verschiedener Faktoren wie Geschlecht, Körpergewicht,
Alkoholkonsum, Sport oder Rauchen auf das Erkrankungsrisiko
berücksichtigt. Die Kalibrierung soll Ungenauigkeiten durch die Angaben
der Studienteilnehmer zu ihren Ernährungsgewohnheiten vermindern. Für
den häufigen Fischverzehr wurde eine negative Assoziation, also eine
mögliche protektive Wirkung gefunden. Pro 100 Gramm Fisch pro Tag sinkt
das Risiko um 30 Prozent (HR = 0,70; 0,57-0,87) bis 54 Prozent (HR =
0,46; 0,27-0,77). Für Hühnerfleisch war das Ergebnis neutral. Das
absolute Risiko, an einem Kolorektalkarzinom zu erkranken, war gering.
Selbst unter den Vielverzehrern von rotem Fleisch beträgt die
Zehn-Jahres-Inzidenz nur 1,71 Prozent, bei den Wenig-Verzehrern waren es
1,28 Prozent. Die Wissenschaftler liefern verschiedene Erklärungen für
den Einfluss des Fleisch- und Fleischwarenkonsums auf die
Darmkrebsentstehung. Neuere Studien weisen laut der gemeinsamen
Pressemitteilung von DIfE und DKFZ darauf hin, dass mit dem Fleisch
aufgenommenes Eisen zur Risikoerhöhung beitragen könnte, da Eisen die
Bildung schädlicher Nitroso-Verbindungen im Körper fördern kann. "Rotes"
Fleisch oder Fleischwaren haben aber im Durchschnitt einen höheren
Eisengehalt als Geflügel, weshalb dessen Verzehr das Darmkrebsrisiko in
dieser Studie nicht beeinflusst haben könnte. Ursache für die schützende
Wirkung des Fischverzehrs könnten bestimmte langkettige, mehrfach
ungesättigte Omega-3-Fettsäuren sein, heißt es in der Presseerklärung./rme
Studie: Gefährlicher Chemikalienmix in Muttermilch
14.06.2005 - BERLIN. Muttermilch ist laut einer Studie zunehmend mit
Schadstoffen belastet. Es werden vermehrt neue gefährliche Stoffgruppen
wie Weichmacher, Flammschutzmittel und Duftstoffe gefunden, wie eine am
14. Juni in Berlin veröffentlichte Untersuchung des Bundes für Umwelt
und Naturschutz (BUND) ergeben hat. Die Belastung mit Giftstoffen wie
PCB und Dioxinen sei aber dank weit reichender Verbote rückläufig.
Synthetische Chemikalien können bei Säuglingen und Kleinkindern zu
Krebserkrankungen sowie Schädigungen des Immunsystems führen und die
Gehirnentwicklung beeinträchtigen. Der BUND appellierte an die
Bundesregierung, sich für eine Reform der Europäischen
Chemikalienverordnung stark zu machen. Das geplante europäische
Chemikalien-Registriersystems (REACH) böte erstmals die Chance, die
Belastung der Muttermilch mit gesundheitsgefährdenden Stoffen zu
verringern. Die BUND-Chemieexpertin Patricia Cameron betonte, die
Risikobewertung der stoffe dürfe nicht allein der Chemieindustrie
überlassen werden. Von den mehr als 100 000 in der EU hergestellten
Chemikalien sind den Angaben zufolge 97 Prozent nicht auf ihr
Gefahrenpotenzial untersucht worden. In der Studie wurden aktuelle
Analysen der Muttermilch zusammengefasst. Eine Untersuchung der
Ruhr-Universität Bochum aus dem vergangenen Jahr hatte laut BUND
nachgewiesen, dass Schadstoffe aus dem Blut der Mutter beim Stillen auf
das Kind übertragen werden können./ddp
Frauen pflegen gesünderen Ernährungsstil
07.06.2005 - Frauen essen anders als Männer - und vor allem gesünder:
reichlich Obst, Gemüse sowie Gewürze und Kräuter. Während "Sie" sich im
Restaurant einen gemischten Salat bestellt, muss es für "Ihn" meist ein
saftiges Steak sein. Und trinkt sie dazu ein Glas Mineralwasser,
schmeckt's ihm erst so richtig gut mit einem frisch gezapften Bier.
Mundet ihr anschließend das süße Dessert, gelüstet es ihn eher nach
deftigem Käse und pikanten Snacks. Frauen essen anders als Männer,
belegen laut Reformhaus-Information verschiedene Studien. Doch über das
Warum sind sich die Wissenschaftler nicht einig. Es darf spekuliert
werden, ob die Urinstinkte schuld daran sind oder ob das
geschlechtertypische Essverhalten eine Folge der Erziehung ist. Eins
steht jedoch fest: Ob instinktiv oder gesellschaftlich bedingt - Frauen
legen tendenziell ein gesünderes Essverhalten an den Tag als Männer. Das
zeigt die im aktuellen Ernährungsbericht dargestellte
Ernährungssituation in Deutschland. Es scheint sie aber dennoch nicht
vor einem Nährstoffmangel zu bewahren. Denn in manchen Situationen
brauchen Frauen pro Kalorie mehr Vitalstoffe als Männer.
"Bewegung und Gesundheit": Bundesweite Kampagne gestartet
06.06.2005 - Berlin (dpa) - Mit einem Spaziergang entlang der Spree
und am Bundeskanzleramt hat Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt
(SPD) am Sonntag in Berlin eine bundesweite Kampagne gestartet. Die
Aktion «Bewegung und Gesundheit» vom Bundesgesundheitsministerium soll
eine gesunde Lebensweise in der Bevölkerung fördern. «Wir haben die
Kampagne dringend nötig», sagte Schmidt. «Wir geben viel Geld für die
Behandlung von Krankheiten aus, aber zur Prävention tun wir nur wenig.»
50 Prozent aller Krankheiten seien durch ungesunden Lebenswandel
verursacht. An der Auftaktveranstaltung unter dem Motto «Deutschland
wird fit - machen Sie mit!» nahmen auch andere Prominente wie
Bergsteiger Reinhold Messner, Sängerin Jeanette Biedermann, Hertha
BSC-Idol Michael Preetz, Zehnkampf-Olympiasieger Christian Schenk und
Schwimmweltmeisterin Sandra Völker teil. «Spazierengehen ist ein
Gesundbrunnen», sagte Messner. «Hoffentlich können wir durch die Aktion
Millionen Menschen anregen, mehr zu Fuß zu gehen.» An alle Besucher der
Veranstaltung wurden vor dem Haus der Kulturen der Welt im Tiergarten
kostenlose Schrittzähler verteilt. Sie sollen zu mehr Bewegung
animieren, denn die Deutschen machen durchschnittlich nur 1500 Schritte
pro Tag. «Das ist zu wenig», sagte Schmidt. Mit dem Schrittzähler solle
jeder täglich 3000 Schritte mehr machen. «Das kann jeder schaffen, egal,
wie alt er ist», meinte Schmidt. Man müsse nur die Treppen anstelle des
Aufzugs benutzen oder zu Fuß zum Einkaufen gehen. Bundesweit sind in den
nächsten Wochen weitere Aktionen geplant. (Internet:
www.die-praevention.de)
Pflanzenstoff Lycopin hilft bei Vorbeugung gegen Prostatakrebs
03.06.2005 - Der sekundäre Pflanzenstoff Lycopin hilft bei der
Vorbeugung von Prostatakrebs. Außerdem habe Lycopin eine positive
Wirkung auf den Verlauf von Prostataerkrankungen, so die Gesellschaft
für Ernährungsmedizin und Diätetik in Aachen. Lycopin findet sich in
vergleichsweise großen Mengen zum Beispiel in Tomaten, roten Grapefruit
und Wassermelonen. Abgesehen von einer gesunden Ernährung sollten Männer
sich um regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen kümmern, um Prostatakrebs -
die häufigste Krebsart bei Männern - frühzeitig erkennen und behandeln
zu können.
Vitamin E schützt vor Parkinson
02.06.2005 - Natürliche Quellen, wie etwa Nüsse, wirken sich stärker
aus als synthetische Vitamin-E-Präparate Eine Vitamin-E-reiche Kost
schützt möglicherweise vor der Parkinson-Krankheit. Dies geht aus einer
Auswertung von acht Studien aus den Jahren 1966 bis 2005 hervor.
Allerdings muss die vermutete Schutzwirkung nach Einschätzung der
kanadischen Forscher noch in einer großen Untersuchung bestätigt werden.
Die Mediziner aus Quebec und Vancouver überprüften in ihrer Studie, ob
Vitamin C, Vitamin E oder Beta-Karotin das Parkinson-Risiko verringern
können. Dabei ergaben die ausgewerteten Daten zwar keinen Hinweis auf
einen Schutzeffekt von Vitamin C und Beta-Karotin gegen die
Parkinsonsche Krankheit. Eine tägliche Vitamin-E-Zufuhr schien jedoch
die Gefahr für die Nervenerkrankung zu verringern, wie die Forscher in
dem Fachblatt "The Lancet Neurology" berichten. Dabei lieferte zumindest
eine Studie Hinweise darauf, dass natürliche Quellen des Vitamins wie
Getreidekeime, Nüsse oder verschiedene Gemüsearten sich stärker
auswirken als synthetische Vitamin-E-Präparate. Natürliche Quellen, wie
etwa Nüsse, wirken sich stärker aus als synthetische Vitamin-E-Präparate
Eine Vitamin-E-reiche Kost schützt möglicherweise vor der
Parkinson-Krankheit. Dies geht aus einer Auswertung von acht Studien aus
den Jahren 1966 bis 2005 hervor. Allerdings muss die vermutete
Schutzwirkung nach Einschätzung der kanadischen Forscher noch in einer
großen Untersuchung bestätigt werden. Die Mediziner aus Quebec und
Vancouver überprüften in ihrer Studie, ob Vitamin C, Vitamin E oder
Beta-Karotin das Parkinson-Risiko verringern können. Dabei ergaben die
ausgewerteten Daten zwar keinen Hinweis auf einen Schutzeffekt von
Vitamin C und Beta-Karotin gegen die Parkinsonsche Krankheit. Eine
tägliche Vitamin-E-Zufuhr schien jedoch die Gefahr für die
Nervenerkrankung zu verringern, wie die Forscher in dem Fachblatt "The
Lancet Neurology" berichten. Dabei lieferte zumindest eine Studie
Hinweise darauf, dass natürliche Quellen des Vitamins wie Getreidekeime,
Nüsse oder verschiedene Gemüsearten sich stärker auswirken als
synthetische Vitamin-E-Präparate.
Diäten als Nährstoff-Falle
01.06.2005 - Umfragen bestätigen, dass Frauen nicht nur "einfach so"
einen gesünderen Ernährungsstil pflegen, sondern dies ganz bewusst tun.
Mit reichlich Obst, Gemüse sowie Gewürzen und Kräutern bemühen sich
Frauen eher um eine positive Nährstoffbilanz. Dennoch bleiben sie
deutlich hinter den empfohlenen fünf Portionen pro Tag zurück. Denn die
Energiezufuhr haben Frauen fest im Blick, um gewichtsmäßig die
"Idealfigur" nicht zu gefährden. Dabei sind häufige Radikaldiäten eine
nicht zu unterschätzende Nährstoff-Falle: Auf dem Weg zur vermeintlichen
Traumfigur bleibt die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen oft
auf der Strecke und Mangelerscheinungen drohen. Um dies zu vermeiden,
sollten Frauen während Diätphasen die Versorgungslücke insbesondere bei
Kalzium, Eisen, Jod, Vitamin E und Folsäure mit natürlicher
Nahrungsergänzung schließen. Kalziumreiche Mineralwässer tragen
kalorienfrei zur Versorgung bei. Weizenkeime, Melasse sowie ein
Kräutertonikum aus dem Reformhaus liefern gut verwertbares Eisen.
Jodiertes Meersalz oder auch Algentabletten helfen, den Jodbedarf zu
decken. Reich an natürlichem Vitamin E ist hochwertiges Weizenkeimöl.
Das "Frauenvitamin" Folsäure steckt in Hefeprodukten, Weizenkeimen sowie
Vollkornprodukten, Nüssen und Samen. Noch gezielter gelingt eine
Nahrungsergänzung mit speziellen Nährstoffpräparaten. Für Frauen und
Männer legen die Ernährungsgesellschaften aus Deutschland, Österreich
und der Schweiz einen unterschiedlichen Nährstoff- und Energiebedarf
zugrunde. Ursache dafür ist der höhere Anteil an stoffwechselaktiver
Muskelmasse beim Mann. Von den meisten Nährstoffen brauchen Frauen
absolut gesehen weniger als Männer. Da aber auch der weibliche
Energiebedarf geringer ausfällt, lassen sich im Nährstoffbedarf pro
Kalorie bis zur Pubertät keine großen Unterschiede feststellen. Mit der
ersten Menstruation ändert sich die Situation: Mädchen und Frauen
brauchen dann wegen ihrer monatlichen Blutungen mehr Eisen und Folsäure
als Männer. Planen Frauen eine Schwangerschaft oder sind sie bereits
schwanger, steigt der Bedarf an diesen Stoffen weiter an. Zusätzlich
benötigen sie nun besonders viel Jod, Zink, Magnesium, Kalzium sowie
B-Vitamine. Schwangere müssen mit dem Vitamin A sehr vorsichtig umgehen,
da es in hohen Mengen (z. B. aus Leber) dem Ungeborenen schaden kann.
Beim Stillen versorgen Mütter ihre Babys mit allen lebensnotwendigen
Nährstoffen. Um sich nicht selbst in einen Mangel hinein zu stillen, ist
es nun besonders wichtig, sich großzügig mit allen Nährstoffen zu
versorgen - vor allem mit Jod, Vitamin C, Vitamin E und Vitamin B12. Im
Rahmen einer vollwertigen Ernährung helfen jodiertes Meersalz, direkt
gepresste Obst- und Gemüsesäfte, Sanddorn-Vollfrucht, Weizenkeimöl und
Hefeprodukte, den Mehrbedarf zu decken. Mehr Zink für Sportlerinnen Da
Sportlerinnen häufig zu wenig Energie aufnehmen und vielfach tierische
Produkte meiden, sind sie von einem Nährstoffmangel besonders schnell
betroffen. "Vor allem die Versorgung mit Zink und Eisen kann
problematisch sein, da diese Mineralstoffe auch über den Schweiß
verloren gehen", erklärt Günter Wagner vom Bad Nauheimer Institut für
Sporternährung. "Aktuelle Studienergebnisse weisen auf einen
sportbedingten Mehrbedarf an Zink hin, gegebenenfalls als
Nahrungsergänzung ." (LU) |