News zum Thema Gesundheit, Homöopathie, Wellness...

 Achten Sie auf Ihre Gesundheit

Vitamine als Therapie:

 

20.04.2007 - Nicht nur gegen Erkältungen! Vorbei die Zeiten, als Vitamine lediglich als Helferlein bei Allerweltsbeschwerden wie Erkältungen galten. Neue Untersuchungen zeigen, dass in den Wirkstoffen mehr Heilkraft steckt als bisher vermutet. Aufsehen erregende wissenschaftliche Erkenntnisse zwingen Ernährungsexperten zum Umdenken. Gemeinsam mit verwandten Substanzen setzen Mediziner beispielsweise Vitamin E weltweit mit Erfolg gegen Herzinfarkt, geistigen Abbau und sogar Krebs ein. Vitamin A beugt Hautkrebs vor. Als Durchbruch in der Vitaminforschung gilt eine Untersuchung der Universität Cambridge. Die Briten verabreichten einem Teil ihrer 2002 Versuchspersonen, die an Verkalkung ihrer Arterien litten, eineinhalb Jahre lang täglich Vitamin-E-Pillen, einem anderen Teil Scheinpräparate. Ergebnis: In der Gruppe der Vitaminschlucker sank die Herzinfarktrate um 47 Prozent. Die krebsvorbeugende Wirkung von Vitaminen unterstreicht ein statistischer Vergleich des Harvard-Wissenschaftlers Shumin Zhang. Er wertete Daten der „Krankenschwestern-Gesundheitsstudie“ aus, bei der mehr als 80 000 US-amerikanische Pflegerinnen 14 Jahre lang regelmäßig über Ernährung und Gesundheitszustand befragt worden waren. Dabei zeigte sich unter den jüngeren Frauen vor den Wechseljahren ein deutlicher Zusammenhang zwischen vitaminreicher Kost und Brustkrebsschutz. Frauen, die täglich mehr als fünf Portionen Obst und Gemüse aßen, hatten ein um 23 Prozent verringertes Erkrankungsrisiko im Vergleich zu den Probandinnen, die weniger als zweimal täglich zu den Fitmachern griffen. Selbst den geistigen Abbau im Alter können Vitamine offenbar bremsen. Ein Test mit 341 Alzheimer-Patienten durch ein Team um die New Yorker Wissenschaftlerin Mary Sano lieferte Hinweise, dass Vitamin E die Zerstörung von Gehirnzellen aufhält. Genauere Daten soll eine große Studie liefern, die an 80 Kliniken in den USA und Kanada durchgeführt wird. Die Mikronährstoffe wirken nicht nur im Körper, sondern auch von außen. Kosmetikforscher bewiesen jetzt, dass Cremes, die unter anderem die Zellschutzvitamine A, C und E enthalten, Stärke sowie Elastizität der Haut verbessern und sogar Fältchen verringern können. In Sonnenschutzprodukten vermindert Vitamin-A-Säure die Hautkrebsgefahr, weil sie die Hautzellen vor dem Bräunen mit den schützenden Wirkstoffen auffüllt. Eine noch unveröffentlichte Studie des Instituts für Physiologische Chemie der Universität Düsseldorf gibt neue Hinweise, dass Beta-Carotin, das der Körper zu Vitamin A umwandelt, auch von innen gegen Sonnenbrand wappnet. Quelle: www.focus.de/gesundheit

 

Vitamin- und Mineralstoffmangel

08.03.2007 - Durch den gezielten Ausgleich von Vitamin- und Mineralstoffmangelzuständen lässt sich die Gesundheit fördern. Bisher geben die Bundesbürger noch nicht einmal fünf Cent täglich für Nahrungsergänzungsmittel aus und das ist einfach zu wenig, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten, betont Ernährungsexperte Sven-David Müller-Nothmann vom Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK) in Köln.  Das gilt umso mehr, als die Ausgaben für Nahrungsmittel laut statistischem Bundesamt weit unter den Ausgaben für Unterhaltung, Kultur und Freizeit liegen. Scheinbar ist vielen Menschen nicht bewusst, dass Lebensmittel „Mittel zum Leben“ sind, kritisiert Müller-Nothmann. Zu einer gesunden Ernährungsweise gehören natürlich insbesondere gesunde Lebensmittel und für die gibt der Bundesbürger augenscheinlich viel zu wenig aus. Die Zufuhrstatistiken für Vitamine und Mineralstoffe weisen aus, dass fast alle Bundesbürger zu wenig Vitamine und Mineralstoffe aufnehmen. Das lässt sich nur durch eine gesündere Ernährungsweise und in vielen Fällen die zusätzliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ausgleichen, erläutert Müller-Nothmann.  Der bekannte Präventivmediziner und Buchautor Dr. Ulrich Strunz aus Roth erklärt, dass mehrere groß angelegte wissenschaftliche Studien gezeigt haben, dass die zusätzliche Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln das Risiko für Krebserkrankungen * je nach Organ * zwischen 20 und 75 Prozent verringern kann. Und dies, so Doktor Strunz, unabhängig von der Ernährungsqualität. Der Verzicht auf Nahrungsergänzungsmittel ist also genauso fahrlässig wie das Rauchen, sind sich Ulrich Strunz und Sven-David Müller-Nothmann einig. Bei einem Umsatz von jährlich 1,4 Mrd. Euro geben die Bundesbürger statistisch gerade einmal 17 Euro für Nahrungsergänzungsmittel im Jahr aus. Das entspricht noch nicht einmal fünf Cent täglich, und das ist eindeutig zu wenig für die Gesundheit, macht Müller-Nothmann deutlich, der Menschen, die zu Risikogruppen für einen Vitamin-Mineralstoff-Mangel gehören oder unter Erkrankungen leiden, die durch Mikronährstoffe beeinflussbar sind, rät, nach qualifizierter Beratung durch Mediziner und Diätassistenten Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Vitamin- und Mineralstoffmangel in Deutschland: Vitamine: D, E, Thiamin, Pantothensäure, Pyridoxin, Biotin und Folat Mineralstoffe: Kalzium, Eisen, Mangan, Jod und Fluorid Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BFR) wies jetzt darauf hin, dass extrem viele Menschen an Folsäuremangel leiden. Nur jeder fünfte Mensch in Deutschland nimmt ausreichend von diesem B-Vitamin auf, erklärt Müller-Nothmann. Wie das BFR hält auch der Autor der Vitamin-Ampel eine Ergänzung der Nahrung für zwingend. Das trifft insbesondere für Schwangere und Stillende zu, so Müller-Nothmann, der augenzwinkernd betont, dass Frauen vor, während und nach der Schwangerschaft Folsäure fast nötiger brauchen als einen Mann.  Die mangelhafte Vitamin- und Mineralstoffversorgung in Deutschland hat weitere Folgen: Der immer noch vorhandene Jodmangel führt zum Kropf, der Fluoridmangel zu Osteoporose und Zahnkaries, der bei vielen Menschen kombinierte Kalzium- und Vitamin-D-Mangel zur Osteoporose, der Eisenmangel bei Frauen vor der Menopause zu Müdigkeit, Konzentrationsmangel und Abgeschlagenheit, der Vitamin E-Mangel zu oxidativem Stress und übermäßiger Bildung von freien Radikalen, der Thiaminmangel zu Stoffwechselstörungen und Konzentrationsmangel, die unzureichende Versorgung mit Pantothensäure zu Wundheilungs- und Stoffwechselstörungen, der Pyridoxinmangel zu depressiver Verstimmung und Problemen im Proteinstoffwechsel und die Unterversorgung mit Biotin zu Haarausfall sowie brüchigen Fingernägeln, listet Vitalstoffexperte Sven-David Müller-Nothmann die extremen Folgen der Fehlernährung in Deutschland auf.  Die Bevölkerung braucht ein Bewusstsein für eine gesunde Ernährungsweise, um Krankheiten vorzubeugen, betont der erste Vorsitzende des Deutschen Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik. Es kann doch nicht zuviel verlangt sein, täglich fünf Portionen Gemüse und Obst zu essen sowie bei Bedarf zielgerichtet Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, kritisiert Sven-David Müller-Nothmann, der zum Expertengremium der Vitalstoffakademie gehört, abschließend. 

 

Folsäure hilft Gehirn auf die Sprünge

20.01.2007 - Die regelmäßige Einnahme von Folsäure kann bei älteren Menschen die Hirnleistung verbessern. Versuchsteilnehmer konnten sich besser erinnern und Informationen schneller verarbeiten, berichten niederländische Wissenschaftler. Mit zunehmendem Alter nimmt die Leistung des Gehirns ab. Schon länger vermuten Forscher, dass dies mit niedrigen Folsäurewerten zusammenhängt - gekoppelt mit einem Anstieg der schädlichen Aminosäure Homocystein im Blut. Zudem könnte ein erhöhter Homocysteingehalt zu Demenz und auch Alzheimer führen. Das Vitamin Folsäure senkt die Homcystein-Konzentration. Die regelmäßige Einnahme von Folsäure kann tatsächlich die Leistung des Gehirns verbessern, wie Wissenschaftler von der niederländischen Universität Wageningen jetzt in einer dreijährigen Studie belegt haben. Jane Durga und ihre Kollegen untersuchten die kognitiven Fähigkeiten von 818 Männern und Frauen mit erhöhten Homocysteinwerten im Alter von 50 bis 75 Jahren. Die Probanden wurden in zwei Gruppen eingeteilt, wobei die erste Gruppe drei Jahre lang 800 Mikrogramm Folsäure täglich einnahm, während die andere Gruppe ein Placebo bekam. In der Folsäuregruppe sank der Homocysteinspiegel. Bei verschiedenen Tests zur Wahrnehmung und Reaktionsgeschwindigkeit schnitten diese Probanden auch besser ab als jene der Placebogruppe. Ihre Leistungen waren im Schnitt mit denen von zwei bis fünf Jahre jüngeren Menschen vergleichbar. Teilnehmer hatten auch ein besseres Erinnerungsvermögen, berichten Durga und ihre Kollegen im britischen Medizinjournal "The Lancet" (Bd. 369, S. 208). Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) nehmen fast alle Deutschen zu wenig Folsäure über die Nahrung auf. Empfohlen wird eine Tagesdosis von 400 Mikrogramm. Vollkornprodukte, Leber und Gemüse wie Spinat und Broccoli enthalten dieses Vitamin aus dem B-Komplex. Ein Mangel kann zu Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems und in der Schwangerschaft beim Embryo zu Fehlbildungen führen. In Ländern wie Kanada und den USA wird Folsäure schon länger mehlhaltigen Nahrungsmitteln beigemischt. Dadurch haben typische Krankheitsbilder, insbesondere bei Neugeborenen, deutlich abgenommen. In Deutschland gibt spezielles Jodsalz, dem auch Folsäure zugefügt ist. hda/dpa

 

Lange und gesund leben mit Resveratrol

14.12.2006 - Der Molekularbiologe David Sinclair hat in den vergangenen Jahren Resveratrol an Fadenwürmer, Hefezellen, Fliegen und Mäuse verfüttert. „In jedem bisher getesteten Organismus hat sie das Leben verlängert.“ Auch scheine die Substanz generell die Gesundheit zu stärken, berichtet Sinclair. In der Studie setzte er Labormäusen eine mörderische Diät vor: 60 Prozent der Kalorien stammten aus Fett. Nach einigen Monaten hatten die Mäuse eine Fettleber, Anzeichen von Diabetes Typ 2 und starben in größerer Zahl. Anders erging es Tieren in einer Vergleichsgruppe: Diese Mäuse wurden genauso gemästet, bekamen aber mit dem Futter hohe Dosen an Resveratrol. Zwar wurden auch diese Tiere fett, ihre Blutzuckerwerte und ihre Leber jedoch blieben normal, und ihre Lebenserwartung war nicht beeinträchtigt * Völlerei ohne Reue. Dass Resveratrol anscheinend auch das körperliche Leistungsvermögen erhöht, haben vor kurzem französische Forscher vermeldet. Eine normale Labormaus schafft auf einem Laufband ungefähr einen Kilometer, ehe sie erschöpft zusammenbricht. Doch Exemplare, die im Futter Resveratrol bekamen, rannten doppelt so weit. Überdies war ihre Herzfrequenz erniedrigt, und in ihren Muskelzellen hatten sie eine erhöhte Zahl von Mitochondrien, jenen Strukturen, die den Zellen Energie zur Verfügung stellen. Tatsächlich scheint Resveratrol auf einen wichtigen Regelkreis zu wirken. Diese Substanz sei „das erste Beispiel für einen Wirkstoff, der offenbar den gesamten Alterungsprozess beeinflussen kann“, sagt Felipe Sierra vom National Institute on Aging im amerikanischen Bethesda. Die Grundlage dafür wurde Anfang der neunziger Jahre in Guarentes Labor am MIT geschaffen. Dort studierten die Forscher Hefezellen, die aufgrund einer genetischen Besonderheit besonders lange lebten. Die Forscher entdeckten alsbald, was dieses Gen macht: Es stellt ein Enzym her, welches das Erbgut schützt und auf diese Weise die Zellen länger leben lässt. Guarente wiederum erkannte, dass dieses Enzym direkt an den Stoffwechsel gekoppelt ist: In Zeiten von Nahrungsmangel schaltet der Organismus das Schutz-Enzym an * und lebt dadurch länger. Das Enzym, auf den Namen „Sirtuin“ getauft, findet sich nicht nur in Hefezellen, sondern auch in einer Vielzahl höherer Organismen * offenbar gehören die Sirtuine zur Grundausstattung des Lebens. Bei Säugetieren wurden sogar sieben verschiedene Sorten des Enzyms entdeckt. Der nächste Schritt war damit klar: die Suche nach einem Wirkstoff, der die Sirtuine gezielt anschaltet. Dann wurde Sinclair fündig: Sein Team entdeckte 19 verschiedene pflanzliche Moleküle, welche das Sirtuin in Hefezellen aktivieren * eben auch Resveratrol, das in Erdnüssen, Knöterich und Rotwein vorkommt. Zur ergiebigsten Quelle zählt der japanische Knöterich mit vergleichsweise hoher Konzentration an Resveratrol. Sinclair vermutet, dass diese Substanz auch in der Pflanze eine wichtige Reaktion auslöst: Bei zu viel Sonne etwa oder bei Pilzbefall stelle die Pflanze sie her, um die pflanzeneigenen Sirtuine zu aktivieren.

 

Schlemmen, ohne krank zu werden

11.12.2006 - Eine Substanz aus Rotwein könnte Übergewichtigen das Leben erleichtern. Resveratrol lässt Speck zwar nicht verschwinden, mindert aber die gesundheitlichen Folgen von Übergewicht - zumindest im Tierversuch. Ist der Stoff ein Lebenselexier für die Generation XXL? Das Leben ist nicht einfach für fettsüchtige Menschen: Die Wirbelsäule wird extrem beansprucht, die Gelenke leiden. Extrem Übergewichtige können ihren massigen Körper kaum noch aus eigener Kraft bewegen. Besonders dramatisch sind die Folgen der Fettsucht für die Gesundheit: Es kommt zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die Leber vergrößert sich, häufig tritt Diabetes auf, die Lebenserwartung sinkt. Zumindest gegen diese gesundheitlichen Folgen von Übergewicht könnte es bald ein erstaunlich wirksames Mittel geben: Resveratrol. Die Verbindung, ein Antioxidant aus der Gruppe der Polyphenole, kommt unter anderem in Knöterich, Erdnüssen und Rotwein vor. Bei Versuchen mit Mäusen hat Resveratrol die Gesundheit übergewichtiger Tiere deutlich verbessert, wie ein internationales Forscherteam jetzt in einer Vorabveröffentlichung des Magazins "Nature" berichtet. Die Tiere waren fast so fit wie normalgewichtige Mäuse und ihre Lebenserwartung verlängerte sich. Sollte die Substanz bei übergewichtigen Menschen ähnlich wirken, dann könnte Resveratrol deren Lebensqualität und Lebenserwartung deutlich verbessern - selbst dann, wenn es die überzähligen Pfunde nicht verschwinden lässt. Fettsüchtige könnten, abgesehen von ihrem Körperumfang, womöglich folgenlos schlemmen. Resveratrol wäre eine Art Lebenselexier für die Generation XXL. Schutz vor Krebserkrankungen Wenn es überhaupt Stoffe gibt, die die Bezeichnung Wundermittel rechtfertigen, dann zählt Resveratrol auf jeden Fall dazu. Das Antioxidant wird seit Jahren intensiv erforscht. Studien haben gezeigt, dass es nicht nur vor Krebs schützt, sondern auch Arterienverkalkungen und Herzinfarkten vorbeugt. Für ihre Versuche teilten David Sinclair von der Harvard Medical School und seine Kollegen Mäuse in drei Gruppen ein: Die erste Gruppe bekam normale Nahrung. Die beiden anderen wurden mit extrem fettreicher Nahrung regelrecht gemästet - binnen weniger Wochen waren sie übergewichtig. Die dritte Gruppe bekam mit der Fettnahrung zusätzlich Resveratrol. Die Forscher untersuchten die Mäuse permanent während des ein Jahr laufenden Versuchs. Neben diversen Blutwerten dokumentierte das Team von David Sinclair auch die motorischen Fähigkeiten der Tiere in einem sogenannten Rotarod, einem sich immer schneller drehendem Laufrad, das automatisch misst, wie viele Sekunden sich eine Maus auf dem Rad halten kann. Überraschendes Ergebnis: Die Resveratrol-Mäuse waren zwar nur minimal leichter als die anderen Tiere mit Fettnahrung - verbesserten ihre Motorik im Laufe der Wochen aber permanent und erreichten fast das Niveau der normalgewichtigen Mäuse. "Die Mäuse lebten besser" Noch beeindruckender waren die gesundheitlichen Effekte des Wundermittels. "Nach sechs Monaten hatte Resveratrol die meisten negativen Wirkungen der Hoch-Kalorie-Diät verhindert", sagte Sinclair. Die Alterung der Tiere sei verringert worden, die Lebenszeit habe sich im Schnitt um 15 Prozent verlängert. Außerdem habe sich die Insulinempfindlichkeit erhöht - ein Indiz für ein geringeres Diabetesrisiko. Auch Blutwerte seien durch die Resveratrol-Gabe im Vergleich zur Kontrollgruppe verbessert worden. "Die Mäuse lebten mit Resveratrol nicht nur länger, sondern auch besser. Sie waren auch aktiver", sagte Sinclair. Dass Resveratrol das Zeug zum Lebenselexier hat, hatten Wissenschaftler bereits bei verschiedenen Organismen gezeigt - bislang aber noch nicht bei Säugetieren. Ulrich Förstermann, Leiter des Instituts für Pharmakologie der Universität Mainz, zeigte sich nur zum Teil überrascht von der neuen Studie. Die Vielfalt der Wirkungen des Antioxidants sei jedoch beeindruckend, sagte er im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. "Ich finde es erstaunlich, dass Resveratrol so viele Gene reguliert, so auch im Bereich Diabetes." Förstermanns Forscherteam hatte 2002 gezeigt, dass Resveratrol ein wichtiges Herzkreislauf-Schutzgen aktiviert: die sogenannte endotheliale NO-Synthase. "Erhöhte Resveratrol-Konzentrationen schützen damit wahrscheinlich vor Thrombose, Bluthochdruck und Arteriosklerose", so Förtermann. Dosis entspricht Dutzenden Flaschen Rotwein Simone Fulda von der Universitätsklinik Ulm erklärte im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE, es sei "interessant, dass der Stoff so viele Effekte auslösen kann". Die Wissenschaftlerin hatte herausgefunden, dass Resveratrol die Resistenz von Tumorzellen gegenüber Krebstherapien aufhebt - also den Behandlungserfolg erhöhen kann. Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,445789,00.html

 

 

Helicobacter: Bakterien können ins Blut gelangen

31.10.2006 - San Francisco (ddp). Der Magenkeim Helicobacter pylori kann vom Magen in die Blutbahn gelangen, hat ein schwedisch-amerikanisches Forscherteam entdeckt. Der Erreger, der normalerweise für die Bildung von Magenschleimhautentzündungen und Magengeschwüren verantwortlich ist, könnte daher auch andere entzündliche Krankheiten wie Rheuma oder Arterienverkalkung auslösen. Ihre Ergebnisse stellen die Forscher um Marina Aspholm von der Universität von Umea in der Fachzeitschrift «PloS Pathogens» vor (Bd. 2, Nr. 10, S. e110, doi: 10.1371/journal.ppat.0020110). Helicobacter pylori lebt in der Magenwand und kann dort Magenschleimhautentzündung und als Folge davon Magengeschwüre und sogar Krebs auslösen, hatten australische Forscher bereits in den 80er Jahren herausgefunden. Doch ebenso, wie sich das Bakterium an Zellen in der Magenwand anheften kann, kann es sich auch an rote Blutkörperchen hängen, stellte die Forschergruppe um Aspholm jetzt fest. Dies geschieht, indem Eiweiße auf der Oberfläche des Bakteriums an Moleküle andocken, die sowohl auf Magenwandzellen als auch auf roten Blutkörperchen vorkommen. Einmal in die Blutbahn gelangt, könnte das Bakterium zu entzündlichen Erkrankungen mit bisher unbekannter Ursache beitragen, vermuten Aspholm und ihre Kollegen. So könnte es beispielsweise eine Rolle bei Gelenkrheumatismus und Arterienverkalkung spielen. Sowohl die Zellen der Magenschleimhaut als auch die verschiedenen Helicobacter-Stämme haben jedoch unterschiedliche Eigenschaften. Dies könnte erklären, warum sich die Bakterien bei manchen Menschen besser an die Magenschleimhaut anheften können als bei anderen. Etwas Ähnliches könnte auch gelten, wenn das Bakterium in die Blutbahn gelangt und hierdurch andere Zellgruppen erreicht, vermuten die Forscher. Wie und in welchen Fällen Helicobacter pylori zu chronisch-entzündlichen Erkrankungen führt, wollen sie als nächstes untersuchen.

 

Gesunde Waffe gegen Krebs: Vitamin C

14.09.2006 - Studie: Hohe Konzentrationen von Ascorbinsäure töten Krebszellen im Labor ab! Direkt in die Venen gespritztes Vitamin C könnte zur Behandlung von Krebs eingesetzt werden. Das schließen amerikanische Wissenschaftler aus einer Laborstudie, bei der Vitamin C zur Entstehung von Wasserstoffperoxid führte, das die Krebszellen gezielt abtötet. Doch auch im Kampf gegen Infektionskrankheiten könnte Vitamin C eine wichtige Rolle spielen. Bereits vor etwa dreißig Jahren haben erste Untersuchungen eine positive Auswirkung großer Mengen Vitamin C auf die Behandlung von Krebs vermuten lassen. Nachfolgende Studien konnten jedoch diesen Zusammenhang nicht beweisen.  Die Wissenschaftler um Chen wiederholten diesen Versuch nun mit zehn Krebszelllinien und vier Kulturen gesunder Körperzellen. Das Ergebnis war eindeutig: Das Vitamin C tötete gezielt die Krebszellen ab, während die gesunden Zelllinien nicht geschädigt wurden. Die Ascorbinsäure führte zur Bildung von Wasserstoffperoxid, das den Tod der Krebszellen verursachte, stellten die Forscher weiter fest. Wasserstoffperoxid entstand dabei jedoch nur außerhalb der Zellen und nicht im Blut. Das Blut sei deshalb ein ideales Transportmittel, mit dem die intravenös verabreichte Ascorbinsäure zu den verschiedenen Geweben befördert werden könne, erklären die Wissenschaftler. Da selbst hohe Konzentrationen von Vitamin C gezielt nur Krebszellen tötete und gesunde Körperzellen nicht beschädigt wurden, könnte es erfolgreich in der Krebstherapie eingesetzt werden. Zudem könnte die Ascorbinsäure auch für die Behandlung von Infektionskrankheiten verwendet werden, denn Wasserstoffperoxid spielt im Immunsystem der Säugetiere eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Bakterien und Viren. Nun wollen die Forscher mit ersten Versuchen an Krebspatienten beginnen. 

 

Darmkrebs: Quercetin und Curcumin können vorbeugend wirken

02.08.2006 - Rochester (ddp). Inhaltsstoffe von Curry und Zwiebeln können gefährliche Darmpolypen zurückdrängen und damit Darmkrebs vorbeugen. Das haben amerikanische Mediziner in einer Pilotstudie an fünf Patienten gezeigt, die an der so genannten familiären adenomatösen Polyposis (FAP) litten. Im Laufe dieser Erbkrankheit bilden sich Hunderte von Polypen im Darm. Unbehandelt folgt zwangsläufig Darmkrebs. Mit den als Tablette eingenommenen Wirkstoffen Curcumin aus der Curryzutat Gelbwurz und Quercetin aus der Zwiebel konnte die Anzahl und Größe der Darmpolypen stark reduziert werden, berichten Francis Giardiello von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore und seine Kollegen in der Zeitschrift «Clinical Gastroenterology and Hepatology» (Online-Vorabveröffentlichung, doi:10.1016/j.cgh.2006.03.020). Da FAP zu einer Wucherung von Polypen mit anschließendem Darmkrebs führt, war zur Vorbeugung bei allen Patienten bereits ein Teil des Dickdarms operativ entfernt worden. Die Mediziner untersuchten nun über einen Zeitraum von neun Monaten, wie sich unter Einnahme von Curcumin und Quercetin die verbliebenen Polypen im restlichen Verdauungstrakt verhielten. Die Zahl der Polypen ging um 60 Prozent, die Größe um 50 Prozent zurück, stellten die Forscher fest. Dieser Befund bestärkt sie nun, eine klinische Studie mit größerer Beweiskraft in Angriff zu nehmen. Die Forscher vermuteten schon länger, dass sowohl Curcumin (http://shop.supplementa.com/4DCGI/ezshop?hid=15&sprachnr=1&artikelnummer=3800 als auch Quercetin http://shop.supplementa.com/4DCGI/ezshop?hid=15&sprachnr=1&artikelnummer=44685 eine Wirkung gegen Darmpolypen und Darmkrebs entfalten. Teilweise stützte sich die Annahme aber nur auf Versuche an Zellkulturen und mit Mäusen. Das Kombinationspräparat zeigte bei den Patienten fast keine Nebenwirkungen. Daher könnte es eine gute Alternative zu anderen Medikamenten sein, die von den Patienten schlecht vertragen werden und zu Geschwüren und Blutungen im Verdauungstrakt führen, hoffen die Mediziner. Über Currysoße und Zwiebelsuppe lassen sich die Wirkstoffe allerdings nicht in ausreichendem Maße einnehmen, da besonders Curcumin im medizinischen Test sehr hoch dosiert war. In Curry macht es nur drei bis fünf Gewichtsprozent aus.

 

 

Alzheimer: Mittelmeerkost senkt Erkrankungsrisiko

17.07.2006 - Mittelmeerkost mit viel Fisch, Getreide, Obst und Gemüse gilt bereits als besonders herzgesund. New Yorker Neurologen der Columbia Universität fanden nun heraus, dass sie auch die Alzheimer-Krankheit bremsen kann, berichtet die "Apotheken Umschau". In einer Langzeitstudie mit mehr als 2200 Teilnehmern verringerte sich das Risiko, an dem immer häufiger auftretenden Schwund der Hirnleistung im Alter zu erkranken, um 40 Prozent.

 

 

Schwaches Herz: Wirksame Behandlung mit Vitamin D

26.06.2006 - Bochum (ddp). Fast 50 000 Bundesbürger sterben jedes Jahr an Herzmuskelschwäche. Wissenschaftler des Herz- und Diabeteszentrums NRW am Klinikum der Ruhr-Universität haben jetzt einen neuen Ansatzpunkt zur Therapie der so genannten Herzinsuffizienz gefunden. In einer Studie fanden sie heraus, dass Vitamin D zu einem Anstieg entzündungshemmender Substanzen im Blut und zur Unterdrückung entzündungsfördernder Substanzen führt. Durch diese Wirkung könnte das Vitamin künftig Bestandteil einer Therapie sein oder zur Verbeugung der Krankheit genutzt werden, teilt die Ruhr-Universität Bochum mit. Bereits 2003 fanden Wissenschaftler des Herz- und Diabeteszentrums deutliche Hinweise, dass eine Unterversorgung mit Vitamin D an der Entstehung der Herzmuskelschwäche beteiligt ist. So kommt es im Verlauf der Krankheit fast immer zu einer überschießenden Ausschüttung entzündungsfördernder Substanzen im Körper - was das Krankheitsbild fortschreitend verschlechtert. Diesen Mechanismus könnte das Vitamin unterbrechen, wie die aktuelle Studie zeigt. Stefanie Schulze Schleithoff untersuchte dazu im Rahmen ihrer Doktorarbeit 93 Patienten. Alle Teilnehmer waren schwer herzkrank. Einigen wurde Vitamin D, anderen ein Scheinpräparat verabreicht. Die Wissenschaftlerin fand heraus, dass die Vitamin-D-Gabe zu einem Anstieg entzündungshemmender Substanzen im Blut der Patienten und zur Unterdrückung der entzündungsfördernden Substanzen führte. Die Forscherin sieht die Entdeckung als Grundlage zur Entwicklung neuer Therapieansätze. «Künftig könnte Vitamin D als entzündungshemmende Substanz bei der Behandlung der Herzinsuffizienz von Bedeutung sein«, sagt Schulze Schleithoff. »Eine Therapieempfehlung können wir zurzeit aber noch nicht geben. Um unser Ergebnis zu untermauern, sind weitere längerfristige Studien notwendig», betont die Wissenschaftlerin. Von großer Bedeutung könnte den Angaben nach auch eine vorbeugende Wirkung einer ausreichenden Vitamin-D-Versorgung in jüngeren Jahren sein. Vitamin D wird vom menschlichen Körper selbst über die Haut gebildet. 75 bis 90 Prozent des Bedarfs werden über das Sonnenlicht aufgenommen. Allerdings reicht zwischen Oktober und April die Strahlung nicht aus, um genügend Vitamin D zu bilden. Doch normalerweise könne der Körper in den Wintermonaten von dem Vitamin D-Speicher, der während der Sommermonate gebildet werde, zehren, heißt es weiter. Wer aber selten an der frischen Luft ist, bildet zu wenig von dem Vitamin. Die Experten empfehlen deshalb den regelmäßigen Konsum Vitamin D reicher Kost. In nennenswerten Mengen sei Vitamin D in fettreichem Fisch, wie Hering, Aal, Makrele und Lachs enthalten. Ratsam seien zwei bis drei Fischmahlzeiten pro Woche, heißt es weiter.

 

 

Blaubeeren als Lieferant hochpotenter Polyphenole

30.05.2006 - Jetzt haben sie Saison: Blaubeeren oder Heidelbeeren sind noch bis Ende September feldfrisch zu genießen. Die kleinen blauen Früchte schmecken nicht nur gut, sondern sind auch gesund. Wissenschaftler haben in Versuchen mit Ratten herausgefunden, dass die in den Beeren enthaltenen Antioxidantien nicht nur vor freien Radikalen schützen, sondern auch dem altersbedingten Verlust motorischer Fähigkeiten entgegenwirken. Besonders erstaunlich waren die Ergebnisse eines Versuches, bei dem die mit Blaubeeren gefütterten 21 Monate alten Ratten (entspricht etwa 65 bis 70 Menschenjahren) bis zu 10 Sekunden auf einem dünnen Holzstab sitzen bleiben konnten. Ihre normal gefütterten gleichaltrigen Artgenossen hingegen verloren sofort das Gleichgewicht. Auch die Jungtiere der Kontrollgruppe hielten es nur 4 Sekunden länger aus. Anschließende Untersuchungen zeigten, dass die in den Blaubeeren enthaltenen Stoffe einen positiven Einfluss auf den Aufbau neuronaler Verbindungen und die Zellkommunikation hatten. Die Wissenschaftler vermuten nun, dass sich dieser Effekt auch positiv auf den Krankheitsverlauf bei Alzheimer und anderen neurologischen Erkrankungen beim Menschen auswirken könnte. Weitere gesundheitsfördernde Eigenschaften haben kürzlich Forscher des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums entdeckt. Die an Vitamin C, B6, Magnesium, Kalzium und Karotin sowie Pterostilben, bekannt aus Trauben und anderen roten Beeren, reichen Früchte sind so effektiv wie gebräuchliche Cholesterinsenker, jedoch haben sie nicht deren Nebenwirkungen. Wie viele Blaubeeren man essen muss, um den Cholesterinspiegel zu senken, können die Wissenschaftler derzeit aber noch nicht sagen. Menschen, die viel am Computer arbeiten, können von einem weiteren Inhaltsstoff profitieren: Der blaue Farbstoff Anthocyan verbessert den Blutfluss in den feinen Gefäßen der Augen und schützt die Netzhaut vor Umwelt- und Stoffwechsel-Schadstoffen. Auch Diabetiker, die eine Netzhautablösung befürchten müssen sowie Menschen mit Makuladegeneration können sich die Wirkstoffe zunutze machen.

 

 

Vitamine und Mineralstoffe: Mangel trotz Überfluss

30.05.2006 - Ob Gemüse aus heimischem Anbau oder exotische Früchte aus Übersee * frisches Obst und Gemüse rund ums Jahr sind für deutsche Verbraucher eine Selbstverständlichkeit. Trotz allem ist die Vitamin- und Mineralstoffversorgung hierzulande mangelhaft. Die Tendenz zu einer entsprechenden Unterversorgung ist sogar steigend. Das haben neueste Studien der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik ergeben. Vor allem die Kalziumzufuhr, aber auch die Vitamin-D- und Folsäureversorgung sind laut dieser Studien ungenügend. Die Ursache: Fast-Food, Zeitmangel und übermäßig viele Diäten führen zu einer zunehmend ungesunden Ernährung. Auch die zunehmende Auslaugung der Böden und der dadurch geringere Vitamin- und Mineralstoffgehalt in Obst und Gemüse tragen dazu bei. Die Symptome einer Unterversorgung bleiben meist sehr unspezifisch: Kopfschmerzen, verminderte Leistungsfähigkeit, Muskelschmerzen und allgemeine Abgeschlagenheit. Manche Menschen haben sogar trotz einer gesunden Lebensführung Mangelerscheinungen. Der Grund: Entzündliche Darmerkrankungen oder Krebs, aber auch bestimmte Medikamente können die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen verhindern. Auch ein erhöhter Vitamin- und Mineralstoffbedarf in manchen Lebensphasen, etwa Schwangerschaft, Stillzeit oder hohes Alter, kann zu einer Unterversorgung führen. In diesen Fällen kann eine gezielte Supplementierung mit Mineralstoffen und Vitaminen sinnvoll sein, so die Ernährungsexperten. Bei der Auswahl der Produkte empfiehlt es sich, auf hohe Qualität, insbesondere Schadstofffreiheit und Bioverfügbarkeit, zu achten. (Quelle: Natur-Heilkunde Journal 03/2006)

 

In Maßen gesund: Kaffee

27.05.2006 - Endlich eine gute Nachricht für alle, die auf Kaffee nicht verzichten wollen: Kaffee hat auch positive gesundheitliche Wirkungen * wenn man es nicht übertreibt! Einer amerikanischen Studie zufolge liefert Kaffee, in Maßen getrunken, mehr Antioxidantien als manch anderes Nahrungsmittel. Ein Team von Wissenschaftlern untersuchte mehr als 100 verschiedene Nahrungsmittel auf ihren Gehalt an Antioxidantien, die unsere Zellen vor schädlichen freien Radikalen schützen. Anschließend ermittelten die Experten, wie hoch der Konsum ist und wie viele Antioxidantien die Nahrungsmittel, aufgrund der verzehrten Menge, uns wirklich liefern. Dabei kam das Lieblingsgetränk vieler Deutscher gut weg: Ein Erwachsener, der durchschnittlich 1,64 Tassen Kaffee täglich trinkt, nimmt fast 1,3 Milligramm Antioxidantien auf. Das Resultat gilt allerdings nur für die Klasse der Polyphenole * andere Verbindungen wurden dabei nicht berücksichtigt. Und: Je länger der Kaffee stehen bleibt und abkühlt, desto geringer ist seine antioxidative Wirkung. Dass auch Grüntee viele Antioxidantien enthält (überwiegend Flavanole, Flavandiole und Phenolcarbonsäuren), ist mittlerweile bekannt. Aber dass die Schwarzteetrinker sich etwas Gutes tun, geht aus der Studie ebenfalls hervor: Denn mit 294 Milligramm Antioxidantien liegt Schwarztee direkt hinter Kaffee, dicht gefolgt von der Banane (76 Milligramm). Die Wissenschaftler betonten aber: Kaffee ist kein Ersatz für Obst und Gemüse!

 

Zartbitter ist gut fürs Herz

15.05.2006 - Dunkle Schokolade mit einem Kakaoanteil von mindestens 70 Prozent, hierzulande als Zartbitterschokolade bekannt, kann den Blutdruck senken und vor freien Radikalen schützen. Forscher an der Universität Köln haben herausgefunden, dass dunkle Schokolade bioaktive Substanzen wie Polyphenole enthält, die die Gefäße vor Ablagerungen schützen und den Alterungsprozess der Körperzellen bremsen. Untersucht wurden 13 Patienten, die an Bluthochdruck litten. Sie mussten täglich eine Tafel dunkle Schokolade verzehren. Schon nach zwei Wochen verbesserten sich ihre Werte. Bei regelmäßigem Konsum weißer Schokolade, die keinen dunklen Kakao enthält, sank der Blutdruck hingegen nicht. Die Forscher gehen davon aus, dass Kakao und Schokolade aufgrund ihres hohen Gehalts an Polyphenolen einen positiven Einfluss auf den menschlichen Stoffwechsel haben. Bei den Polyphenolen handelt es sich um die gleichen Gerbstoffe, die auch grünen Tee und Rotwein * in Maßen genossen * zu gesunden

 

Nicht im Trüben gefischt - Sind Fischölkapseln gesünder als Fisch?

02.05.2006 - ''Wer sich gesund ernährt braucht keine Nahrungsergänzungsmittel" - so eine immer noch weit verbreitete Ansicht. Die Bezeichnung "gesund" steht dabei für eine Kost, die reich an Obst, Gemüse, Vollkorngetreide und Nüssen ist, als Fett vorzugsweise Olivenöl nutzt und regelmäßig ein bis zweimal wöchentlich fisch enthält. Doch ist eine solche Ernährung tatsachlich so gesund wie häufig behauptet wird? Die wachsenden Schadstoffbelastungen pflanzlicher Lebensmittel, wie die seit Jahren in Deutschland zu verzeichnende Zunahme von Pestizidrückständen und deren Höchstmengenüberschreitungen in Obst und Gemüse bei gleichzeitiger Anhebung der Grenzwerte oder die erst kürzlich in z.T. hohen Konzentrationen im Olivenöl nachgewiesenen gesundheitsschädlichen Weichmacher, müssen ernsthafte Zweifel daran aufkommen lassen. Auch Fisch ist aus toxikologischer Sicht kritisch zu beurteilen. Fisch ist unsere wichtigste Quelle für die gesundheitlich bedeutsamen kardioprotektiv und antientzündlich wirksamen Omega-3-Fettsäuren. Gleichzeitig kann er jedoch erheblich mit Schadstoffen wie Schwermetallen (Quecksilber, Cadmium), Pflanzenschutzmitteln, Dioxinen, hochgiftigen zinnorganischen Verbindungen aus Schiffsanstrichen belastet sein. Selbst Zuchtfische machen da keine Ausnahme. Im Gegenteil: Sie kennen nicht nur hohe Toxinkonzentrationen, sondern zusätzlich auch noch Medikamentenrückstände enthalten. Die meisten der im Fisch vorkommenden Schadstoffe sind im menschlichen Körper schlecht abbaubar und können sich im Fettgewebe anreichern. Besonders problematisch: Gerade die fettreichen Fische, d.h, diejenigen, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, sind von den toxischen Belastungen um ein Mehrfaches starker betroffen als Magerfische. Fachleute schließen nicht mehr aus, dass durch die Aufnahme dieser Schadstoffe die kardioprotektiven Effekte der Omega-3-Fettsäuren aufgehoben werden können. Für Schwangere stellt sich die Situation besonders schwierig dar. Einerseits ist für sie eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren für die Gehirnentwicklung des Kindes von Bedeutung. Andererseits wurde bereits vor einigen Jahren vom Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BGVV) darauf hingewiesen, dass zahlreiche Fischarten höhere Quecksilberkonzentrationen aufweisen können. Dieses Quecksilber liegt z.T. in plazentagängiger Form vor und kann daher für den Fötus gefährlich werden. Greenpeace empfiehlt bereits jetzt möglichst mageren Hochseefisch zu verzehren. Dieser enthält aber nur wenig Omega-3-Fettsäuren. Spätestens in diesem Punkt stellt sich zwangsläufig die Frage nach alternativen Aufnahmemöglichkeiten für Omega-3-Fettsäuren wie es etwa Fischölkapseln darstellen. Tatsächlich schneiden Fischölkapseln hinsichtlich der Schadstoffbelastung im Vergleich zum Fisch deutlich besser ab. Bei einer Prüfung der Stiftung Warentest in diesem Jahr wurden von 14 Fischölpräparaten 13 bezüglich ihrer Belastung mit Schadstoffen (Kohlenwasserstoffe, Pestizide, Schwermetalle) mit der Note sehr gut bewertet (test, 8/2005). Untersuchungen von Melanson el al von der Harvard Medical School in Boston haben ergeben, dass die Gehalte an PCB und Pestiziden in handelsüblichen Fischölkapseln unter der Nachweisgrenze liegen (Arch PathoI.Lab Med. 129 (2005), 74-77). Bereits zuvor konnten dieselben Wissenschaftler nur geringe Mengen an Quecksilber in Fischölkapseln nachweisen. Sie kommen denn auch folgerichtig zu dem für deutsche Verhältnisse revolutionären Schluss, dass ihre Ergebnisse darauf hindeuten, dass Fischölkapseln einem Fischkonsum vorzuziehen sind. Ob Fischölkapseln grundsätzlich besser sind als Fisch, diese Frage ist schwer zu beantworten. Einen Teil des Ernährungsbedarfs an Omega-3-Fettsäuren durch Kapseln zu decken dürfte aber aus toxikologischer Sicht sinnvoll sein. Das BGVV rät Schwangeren,. den Konsum von Fischen mit hohen Quecksilberbelastungen (z.B. Tunfisch) einzuschränken. Schwangere sind daher möglicherweise gut damit beraten, den größten Teil, wenn nicht sogar den gesamten Bedarf an Omega-3-Fettsäuren durch Fischölkapseln zu decken.

 

Mit Chili gegen Prostatakrebs

20.03.2006 - Philadelphia (ddp). Amerikanische Mediziner haben eine scharfe Waffe gegen Prostatakrebs entdeckt: Eine Substanz namens Capsaicin, die unter anderem Chilischoten ihre Schärfe verleiht, treibt Prostatakrebszellen in den Selbstmord. In ersten Tests mit Mäusen hat sich der Wirkstoff bereits bewährt. Bei Tieren, die mit dem scharfen Stoff gefüttert wurden, starben etwa 80 Prozent der entarteten Zellen in der Prostata ab. Außerdem blieben die Tumoren deutlich kleiner und wuchsen sehr viel langsamer als die bei unbehandelten Mäusen, berichten Sören Lehmann vom Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles und seine Kollegen in der Fachzeitschrift «Cancer Research» (Bd. 66, Nr. 6). Die Wirkung des Chili-Scharfmachers ist nach den Beobachtungen des Teams auf zwei parallele Effekte zurückzuführen: Einerseits blockiert das Capsaicin ein Protein namens NF-Kappa B, das in Zellen den so genannten programmierten Zelltod verhindert. Dieser Mechanismus wird vom Körper ausgelöst, wenn das Erbgut einer Zelle beschädigt ist, um eine Verbreitung des Fehlers zu vereiteln. In Krebszellen funktioniert dieser befohlene Selbstmord unter anderem wegen des Eingreifens von NF-Kappa B jedoch nicht mehr, so dass sich die Zellen unkontrolliert teilen. Durch die Blockade von NF-Kappa B kann dieses unkontrollierte Wachstum gestoppt und die Sensibilität der Zellen für die Selbstmord-Befehle wieder hergestellt werden, zeigten die Forscher. Andererseits bremst das Capsaicin das Wachstum der Prostatakrebszellen, indem es die Wirkung der so genannten Androgenrezeptoren stört. Diese Erkennungsmoleküle für männliche Geschlechtshormone befinden sich auf der Oberfläche vieler Krebszellen und regen bei Kontakt mit einem Hormon wie Testosteron das Wachstum der Zelle an. Das Capsaicin greift in diesen Regulationsmechanismus ein und parkt sozusagen die Zellen in einem Zustand, in dem sie sich nicht weiter teilen. Beide Effekte zusammen haben einen sehr starken wachstumshemmenden Effekt auf die Krebszellen, schreiben die Wissenschaftler. Das gelte auch für menschliche Prostatakrebszellen, sowohl im Labor als auch nach der Injektion in Mäuse. Ob die scharfe Substanz allerdings im menschlichen Organismus eine ähnliche Wirkung hat, können die Wissenschaftler noch nicht sagen. Wenn ja, müsste ein 100 Kilogramm schwerer Mann dreimal pro Woche etwa 400 Milligramm Capsaicin zu sich nehmen, um die in den Versuchen verwendete Dosis zu erreichen - eine Menge, die mindestens 36 mexikanischen Chili-Schoten entspricht. Capsaicin ist auch in Cayenne-Pfeffer enthalten. Entsprechende Gewürzmischungen bzw. Nahrungsergänzungen sind im Handel erhältlich.

 

Antioxidantien beugen Makuladegeneration vor

04.01.2006 - Viele Vitamine und Antioxidantien in der Nahrung schützen die Augen im Alter vor der so genannten Makuladegeneration zeigt eine Studie niederländischer Forscher an mehr als 4.000 Freiwilligen. Unter dieser Krankheit, bei der sich die Netzhaut genau an der Stelle des schärfsten Sehens nach und nach zersetzt, leiden in westlichen Ländern mehr als 35 Prozent der über 75-Jährigen. Nach den Ergebnissen der Forscher kann eine ausreichende Versorgung mit Zink und Vitamin E, aber auch mit Beta-Karotin und Vitamin C dieses Risiko deutlich senken. Patienten mit Makuladegeneration werden nicht wirklich blind, verlieren jedoch ihre Fähigkeit, scharf zu sehen. Lesen, Fernsehen oder Autofahren sind praktisch unmöglich, was die Lebensqualität extrem einschränkt. Welche Ursache diese häufige Augenkrankheit hat, ist trotz intensiver Forschung bislang unbekannt. Die momentan verwendeten Therapieansätze können das Fortschreiten der Erkrankung lediglich verlangsamen, jedoch nicht stoppen. Als Risikofaktoren gelten Rauchen inklusive Passivrauchen, UV-Strahlung und eine genetische Veranlagung. Bereits in früheren Studien gab es Hinweise darauf, dass der Gehalt an antioxidativen Vitaminen im Blut das Erkrankungsrisiko beeinflussen kann. Allerdings wurden bei der Untersuchung mit dem größten nachgewiesenen Effekt Nahrungsergänzungsmittel mit extrem hoch dosierten Vitaminen verwendet. Das Ziel der neuen Studie von van Leeuwen von der Erasmus-Universität in Rotterdam und seinen Kollegen war nun zu prüfen, ob diese Antioxidantien auch in Mengen wirken, die täglich mit der Nahrung aufgenommen werden können. Dazu befragten die Forscher 4.170 Freiwillige ab 55 Jahren mehrmals innerhalb von acht Jahren zu ihren Ernährungsgewohnheiten und aufgetretenen Krankheiten. Bei 13,4 Prozent der Probanden wurde im Lauf der Studie eine Makuladegeneration diagnostiziert, berichten die Forscher. Es gab jedoch einen deutlichen Effekt von Zink, Vitamin C und E sowie Beta-Karotin auf die Erkrankungswahrscheinlichkeit: Wer leicht überdurchschnittliche Mengen dieser Antioxidantien und Spurenelemente zu sich nahm, hatte ein um 35 Prozent geringeres Erkrankungsrisiko als jemand, der unterdurchschnittlich versorgt war. Die Probanden mit dem geringsten täglichen Konsum hatten im Vergleich sogar ein um 20 Prozent erhöhtes Risiko. Die Wissenschaftler empfehlen daher älteren Menschen, viel Getreide, Nüsse, Milchprodukte, Geflügel, Karotten, Spinat und Zitrusfrüchte zu essen, um ihren Bedarf optimal zu decken. Quelle: Redmer van Leeuwen (Erasmus-Universität, Rotterdam) et al.: JAMA (Bd. 294, S. 3101). ddp/wissenschaft.de ­ Ilka Lehnen-Beyel

 

Cranberries: Natürlicher Karies - Killer

28.11.2005 - Bristol (ddp). Saft aus den heidelbeer-ähnlichen Cranberries kann Karies vorbeugen: Amerikanische Forscher haben entdeckt, dass die roten Beeren die Bildung der so genannten Plaque auf dem Zahnschmelz verhindern können. In diesem Zahnbelag, der viele Mikroorganismen enthält, bilden sich sonst die Säuren, die auf Dauer den Zahnschmelz zersetzen. Über ihre Arbeit berichten Hyun Koo von der Universität von Rochester und seine Kollegen in der Fachzeitschrift «Caries Research» (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1159/000088901). Die antimikrobielle Wirkung der aus Nordamerika stammenden Cranberries, in Deutschland auch großfrüchtige Moosbeeren genannt, wurde bereits in verschiedenen Studien nachgewiesen. So helfen die roten Beeren unter anderem gegen Harnwegsinfektionen und beugen ersten Laborergebnissen zufolge sogar Infektionen mit Darmviren vor. Wissenschaftler glauben, dass der Cranberrysaft dabei das Anheften der Erreger an die Oberfläche der betroffenen Organe wie beispielsweise der Blase verhindert. Wenn dieses Prinzip in der Blase funktioniert, müsste es genauso auch an der Zahnoberfläche wirken, vermuteten Koo und sein Team. Denn schließlich nutzen die Karieserreger ebenfalls spezielle Hafteiweiße, um sich am Zahnschmelz festzuhalten. Auf diese Weise bilden sie rund um den Zahn eine Art Festung, hinter der sie in aller Ruhe Zucker aus der Nahrung zersetzen und sich vermehren können. Dabei produzieren die Mikroben Säuren, die den Zahnschmelz angreifen und so Karies erzeugen. Tatsächlich konnten die Forscher nachweisen, dass der Cranberrysaft die Bildung dieser Zahnplaque verhindert: Er blockiert bei den Bakterien eine Gruppe von Enzymen, die wie molekulare Maurer die verschiedenen Bestandteile der Plaque zusammenfügen. Außerdem hindern die Beeren andere Bakterien daran, sich mit den bereits am Zahn anhaftenden zu verbünden. Allerdings reiche es nicht, kommerziell erhältliche Cranberry-Säfte zu trinken, geben die Forscher zu bedenken. Diese Produkte seien häufig mit sehr viel Zucker versetzt, der die positive Wirkung der Beeren aufhebt. Das Team will nun gezielt nach den kariesvorbeugenden Inhaltsstoffen suchen, um sie später möglicherweise Mundwasser oder Zahnpasta zusetzen zu können.

 

Ein hoher Gemüsekonsum senkt das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs

07.11.2005 - um 50 Prozent. Das schließen amerikanische Forscher aus einer Studie an mehr als 2000 Probanden. Gelbe Gemüsesorten sowie solche mit dunklen Blättern wirken besonders effektiv gegen den aggressiven Krebs. Der Genuss von täglich fünf kleinen Portionen dieser Gemüsesorten schütze am wirksamsten vor Bauchspeicheldrüsenkrebs, schreiben Elizabeth Holly von der Universität von Kalifornien in San Francisco und ihre Kollegen in der Fachzeitschrift «Cancer, Epidemiology, Biomarkers and Prevention» (September-Ausgabe). Die Forscher befragten für ihre Untersuchung 2233 Versuchspersonen, von denen 532 an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt waren, wie viele Portionen Gemüse oder Früchte sie im vergangenen Jahr täglich gegessen hatten. Als eine Portion galt entweder die einer halben Tasse gekochtes Gemüse entsprechende Menge, zwei Tassen Blattsalat oder eine mittelgroße Frucht. Zusätzlich ermittelten die Forscher auch, welche Gemüse- und Früchtesorten konsumiert worden waren. Außerdem hatten die Probanden Fragen zu ihrem Lebenswandel und Risikofaktoren wie Rauchen, dem ausgeübten Beruf und den sonstigen Ernährungsgewohnheiten zu beantworten. Das Resultat: Zwiebeln, Knoblauch, Bohnen, gelbe Gemüsesorten wie Karotten, Mais und Süßkartoffeln, aber auch Gemüse mit dunklen Blättern und Kreuzblütlergewächse wie Kohl und Brokkoli schützten am besten vor Bauchspeicheldrüsenkrebs. Einen etwas schwächeren schützenden Effekt hatten Gemüsesorten mit hellgrünen Blättern sowie Tomaten. Früchte, insbesondere Zitrusfrüchte, verminderten zwar auch das Krebsrisiko, jedoch deutlich weniger als Gemüse, stellten die Wissenschaftler fest. Der Verzehr von täglich mindestens 5 Portionen der schützenden Gemüse- oder Früchtesorten senkte das Bauchspeicheldrüsenkrebsrisiko um 50 Prozent, verglichen mit dem Konsum von höchstens zwei Portionen pro Tag, ergab die Auswertung. Die Resultate würden jedoch nicht nur darauf hindeuten, welche Früchte und Gemüsesorten nützlich seien, erklären die Forscher. Zum Beispiel spiele auch die Art und Weise, wie die Nahrung zubereitet werde, eine große Rolle. So schütze rohes Gemüse besser vor Krebs als gekochtes, und Bratkartoffeln wirkten sich sehr wahrscheinlich eher negativ aus als zum Beispiel gekochte Kartoffeln. Philadelphia (ddp).
 

Krebstherapie: Substanz aus Rotwein soll helfen

19.09.2005 - Trotz vielfältiger Behandlungsmöglich-keiten haben zahlreiche Krebspatienten eine schlechte Heilungsprognose. Ein Grund dafür ist, dass die meisten Krebsmedikamente vor allem dadurch wirken, dass sie in Tumorzellen das zelleigene Selbstmordprogramm auslösen. Da dieses Programm jedoch in vielen Tumoren blockiert ist, sind solche Geschwülste oft resistent gegenüber vielen Behandlungsmethoden. Ein Bestandteil des Rotweins könnte jetzt der Schlüssel zu neuen Therapien sein, berichtet die Wilhelm-Sander-Stiftung. Die Wirkung der Substanz wurde in einer Studie der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin in Ulm nachgewiesen. Ein Forscherteam um Professor Klaus-Michael Debatin und Simone Fulda entdeckte bei Untersuchungen, dass der Naturstoff Resveratrol die gefürchtete Resistenz von Tumorzellen gegenüber Krebstherapien aufhebt. Resveratrol kommt natürlicherweise im Rotwein vor und war bisher vor allem wegen seiner positiven Wirkungen auf das menschliche Herz bekannt. So dürfte Resveratrol den Angaben nach der Grund dafür sein, dass dort, wo viel Rotwein getrunken wird, auch weniger Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems auftreten. Die Ulmer Forscher fanden nun heraus, dass Resveratrol zahlreiche Krebsarten unter anderem für die Chemotherapie empfindlicher machen kann. Die Untersuchungen zeigten, dass Resveratrol ein Protein im Körper außer Kraft setzt, welches das Selbstmordprogramm in den Tumorzellen hemmt. So kann die Schwelle zur Auslösung des Zellselbstmordes gesenkt werden. Dies wird nach den Erkenntnissen der Wissenschaftler durch eine gleichzeitige Verabreichung von Zytostatika - Substanzen, die das Zellwachstum beziehungsweise die Zellteilung hemmen - unterstützt. Nach Darstellung der Forscher eröffnen sich durch die Identifizierung dieser neuartigen Wirkung von Resveratrol neue Perspektiven in der Krebstherapie. So sei unter anderem angedacht, den Wirkstoff künftig in Kombination mit herkömmlichen Behandlungsmethoden einzusetzen.



Vitamin C contra Krebszellen

15.09.2005 - Direkt in die Venen gespritztes Vitamin C könnte zur Behandlung von Krebs eingesetzt werden. Das schließen amerikanische Wissenschaftler aus einer Laborstudie, bei der Vitamin C zur Entstehung von Wasserstoffperoxid führte, das die Krebszellen gezielt abtötet. Doch auch im Kampf gegen Infektionskrankheiten könnte Vitamin C eine wichtige Rolle spielen, schreiben Qi Chen vom Nationalen Gesundheitsinstitut (NIH) in Bethesda und seine Kollegen in der Fachzeitschrift «PNAS» (Bd. 102, S. 13604). Bereits vor etwa 30 Jahren haben erste Untersuchungen eine positive Auswirkung großer Mengen Vitamin C auf die Behandlung von Krebs vermuten lassen. Nachfolgende Studien konnten jedoch diesen Zusammenhang nicht beweisen. Qi Chen und seine Kollegen mutmaßten, dass die Art, wie die auch Ascorbinsäure genannte Substanz den Patienten verabreicht wurde, für die unterschiedlichen Resultate verantwortlich war: Während in der ersten Studie das Vitamin C direkt in die Venen gespritzt worden war und deshalb in hoher Konzentration vorlag, wurde es in den darauf folgenden Untersuchungen oral verabreicht. Die Wissenschaftler um Chen wiederholten diesen Versuch nun mit zehn Krebszelllinien und vier Kulturen gesunder Körperzellen. Das Ergebnis war eindeutig: Das Vitamin C tötete gezielt die Krebszellen ab, während die gesunden Zelllinien nicht geschädigt wurden. Damit die Krebszellen abstarben, musste jedoch das Vitamin C in so hohen Konzentrationen verabreicht werden, wie sie beim Menschen nur durch eine Infusion direkt in die Venen erreicht werden können. Die Ascorbinsäure führte zur Bildung von Wasserstoffperoxid, das den Tod der Krebszellen verursachte, stellten die Forscher weiter fest. Wasserstoffperoxid entstand dabei jedoch nur außerhalb der Zellen und nicht im Blut. Das Blut sei deshalb ein ideales Transportmittel, mit dem die intravenös verabreichte Ascorbinsäure zu den verschiedenen Geweben befördert werden könne, erklären die Wissenschaftler. Da selbst hohe Konzentrationen von Vitamin C gezielt nur Krebszellen töteten und gesunde Körperzellen nicht beschädigt wurden, könnte es erfolgreich in der Krebstherapie eingesetzt werden. Zudem könnte die Ascorbinsäure auch für die Behandlung von Infektionskrankheiten verwendet werden, denn Wasserstoffperoxid spielt im Immunsystem der Säugetiere eine wichtige Rolle in der Abwehr von Bakterien und Viren. Nun wollen die Forscher mit ersten Versuchen an Krebspatienten beginnen.
 


Herz- und Gefäßerkrankungen

08.09.2005 - Herzinfarkte und Gefäßerkrankungen sind für Frauen Studien zufolge besonders gefährlich. �Zwar haben insgesamt mehr Männer Herzinfarkte, aber während nur jeder zwölfte daran stirbt, ist es bei den Frauen jede fünfte Patientin", sagte die Gefäßspezialistin Anne Hinrichs vom Vivantes-Klinikum Friedrichshain der dpa in Berlin. Das gehe aus dem neuen Berliner Herzinfarkt-Register hervor. �Dieser Geschlechterunterschied zieht sich durch alle Studien der vergangenen 20 Jahre." Vorbeugung - durch genügend Sport und gesunde Lebensweise - sei für Frauen deshalb besonders wichtig. Probleme der geschlechtsspezifischen Diagnose und Behandlung von Herz- und Gefäßerkrankungen sind ein zentrales Thema auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Gefäßmedizin vom Mittwoch bis Samstag in Berlin. �Es gibt mehrere Aspekte, an denen wir arbeiten müssen", betonte Hinrichs. So zeigten Studien, dass Frauen als Patientinnen offenbar nicht so ernst genommen und im Krankenhaus viel seltener den Leitlinien gemäß behandelt würden. Auch die Frage, ob Medikamente bei Frauen anders wirken als bei Männern, die bislang im Mittelpunkt der Gefäß-Studien standen, müsse mehr Beachtung finden, forderte Hinrichs. Denn eines sei durch diverse Studien belegt: Risikofaktoren für Gefäß- und Herzleiden, wie Diabetes, Übergewicht oder Bluthochdruck, haben für Frauen schlimmere Auswirkungen. �Die Gefahr, durch Diabetes einen Schlaganfall oder eine Arterienverschluss-Krankheit zu bekommen, ist für Frauen deutlich größer". Bei letzterer etwa ist das Risiko mehr als doppelt so groß. Diese Faktoren gelte es deshalb so gering wie möglich zu halten. Hinrichs schlägt vor: �Fünf mal pro Woche 30 Minuten Aerobic wären prima - aber auch schon regelmäßiges Nordic Walking hilft, die Gefäße gesund zu halten."
 


Argininmangel bei Krebspatienten verbreitet

02.08.2005 - Krebserkrankungen gehen häufig schon in einem frühen Stadium mit einem Argininmangel einher, der Auslöser für eine lebensbedrohliche Mangelernährung sein kann. Eine Nahrungsergänzung mit Arginin kann für Krebspatienten daher sinnvoll sein. Ein Drittel aller Krebserkrankten stirbt an Mangelernährung und nicht an der Krebserkrankung selbst. Daher ist es von großer Bedeutung, die Gründe für eine verminderte Nährstoffaufnahme aufzudecken. Niederländische Wissenschaftler gingen in einer aktuellen, im "American Journal of Clinical Nutrition" veröffentlichten Studie der These nach, dass eine Stoffwechselstörung bei der Aminosäure Arginin dafür verantwortlich zeichnet. Sie bestimmten den Plasmaargininspiegel von Patienten mit Brust-, Darm- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs und den von Gesunden vor und nach einer Argininsupplementation. Ergebnis: Der Argininspiegel der Krebspatienten erwies sich als deutlich niedriger als bei der Kontrollgruppe und zwar unabhängig von Tumorart, bestehendem Gewichtsverlust, Tumorstadium oder Gesamtaminosäurespiegel. Dies scheint also ein besonderes Merkmal einer Krebserkrankung zu sein. Die niederländischen Wissenschaftler vermuten, dass eine erhöhte Aktivität des Arginin-spaltenden Enzyms Arginase im Tumor für den Argininmangel verantwortlich ist. Dieser Mangel breitet sich auf den gesamten Organismus des Patienten aus und scheint eine Verminderung der Gesamtaminosäurekonzentration im Plasma nach sich zu ziehen. Ein Argininmangel steht also vermutlich am Anfang einer Kette von Stoffwechselstörungen, die unter anderem zu einer verminderten Energieaufnahme führen können. Aufgrund der Komplexität der Stoffwechselstörungen, die bei einer krebsassoziierten Mangelernährung festzustellen sind, plädieren die Wissenschaftler für die Durchführung weiterer Studien in frühen Stadien einer Krebserkrankung. Quelle: Am J Clin Nutr 81, 1142-1146 (2005).


Selen schützt möglicherweise vor Prostatakrebs

12.07.2005 - In einer amerikanischen Studie mit 52 Patienten und 96 gematchten Kontrollen war ein niedriger Selenspiegel assoziiert mit einem vier- bis fünffach erhöhten Risiko für Prostatakrebs. Da sich die Männer aus einer Langzeitstudie* rekrutierten, konnte man dabei auf Selenwerte zurückgreifen, die mehr als drei Jahre zurücklagen, heißt es im "Journal of Urology". *Baltimore Longitudinal Study of Aging Registry

 

Gesünder leben mit Vitamin D

11.07.2005 - Was das Sonnenvitamin alles kann In Regionen mit niedriger Sonneneinstrahlung treten schwere Erkrankungen wie z.B. Dickdarm- , Prostata- und Brustkrebs gehäuft auf. Dabei spielt der Mangel an Vitamin D eine wichtige Rolle, wie aktuelle Studien vermuten lassen. Denn 90 % des Bedarfs an Vitamin D wird mit Hilfe von Sonneneinstrahlung durch den menschlichen Organismus selbst gebildet. Außerdem konnten Forscher in zahlreichen Studien die weit reichenden Konsequenzen eines Vitamin-D-Mangels nachweisen. So besteht ein Zusammenhang zwischen zu wenig Vitamin D und chronischen Erkrankungen, wie z. B. Rheuma, Multiple Sklerose, Diabetes und bestimmten Herzerkrankungen. Das "Sonnenvitamin" ist besonders für ältere Menschen wichtig. Denn mit zunehmendem Alter steigt der Bedarf des Körpers an Vitamin D, gleichzeitig kann der menschliche Organismus aber weniger davon synthetisieren. Dadurch werden die Knochen poröser und brechen leicht. Gerade Frauen in der Menopause sollten zusätzlich mit der Nahrung Vitamin D aufnehmen, um der Osteoporose vorzubeugen. Die "Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V." empfiehlt 5 µg Vitamin D täglich für alle Altersgruppen ab dem ersten Lebensjahr und 10 µg für Personen ab dem 65. Lebensjahr. Natürliches Vitamin D kommt vor allem in Fisch und Lebertran vor, deshalb sollten pro Woche zwei Fischmahlzeiten auf Ihrem Speiseplan stehen. Als praktische Alternative bietet sich Gelovital® Lebertrankapseln Pohl (Apotheke) an. Diese geschmacksneutralen Kapseln enthalten neben Vitamin D auch Vitamin A und Omega-3-Fettsäuren. Dadurch stärken sie zusätzlich Augen, Haut und Abwehrkräfte und verbessern den Blutfluss.

 

Gut für den Darm: Ein Glas Apfelsaft pro Tag Gut für den Darm: Ein Glas Apfelsaf

28.06.2005 - Bonn/Kaiserslautern (dpa) - Ein Glas Apfelsaft pro Tag fördert die Darmgesundheit. Verantwortlich dafür seien vermutlich die in den Äpfeln enthaltenen so genannten Polyphenole, teilt das Bundesministerium für Bildung und Forschung unter Berufung auf Lebensmittelchemiker der Universität Kaiserslautern mit. Naturtrüber Apfelsaft habe dabei im Tierversuch mit Ratten sogar noch besser gewirkt als klarer Saft. Vermutlich könnten die Partikel des trüben Apfelsafts die Polyphenole, die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen, besser binden und in den Darm transportieren.

 

EPIC-Studie: Rotes Fleisch erhöht, Fisch senkt das Darmkrebsrisiko

17.06.2005 - LYON. Nach neuesten Ergebnissen einer in Europa durchgeführten Beobachtungsstudie könnte der häufige Verzehr von rotem Fleisch ein wichtiger Risikofaktor für das Kolorektalkarzinom ist. Für Geflügelfleisch wurde keine Assoziation gefunden, und Fisch hatte sogar eine protektive Wirkung. An der Studie, die im Journal of the National Cancer Institute (JNCI 2005; 97: 906-916) publiziert wurde, beteiligten sich auch das Deutsche Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke (DIfE) und das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg. Mit fast einer halben Millionen Teilnehmern ist die �European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition" (EPIC) die größte Studie, die jemals den Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit erforscht hat. Seit 1992 wird eine repräsentative Stichprobe von Menschen aus zehn europäischen Ländern nach ihren Lebensgewohnheiten befragt. Die Angaben wurden dann mit den späteren Erkrankungen in Beziehung gesetzt. Ein Kolorektalkarzinom wurde in den ersten 4,8 Jahren bei 1 329 Teilnehmern diagnostiziert. Hierunter waren überproportional viele Personen, die häufig und viel �rotes" Fleisch verzehrten. Die Berechnungen der Gruppe um Elio Riboli von der International Agency for Research on Cancer (IARC) in Lyon ergaben ein um 35 Prozent erhöhtes Darmkrebsrisiko für Personen, die mehr als 160 Gramm pro Tag verzehrten im Vergleich zu Personen, die weniger als 20 Gramm pro Tag verzehrten. Die Hazard Ratio (HR) von 1,35 war bei einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 0,96 bis 1,88 nicht signifikant, sodass sich daraus keine Warnung ableiten ließe. Erst nach einer Korrektur um Messfehler wurde die Assoziation statistisch beweiskräftig: Danach steigt das Risiko je nachdem, ob die Daten kalibriert wurden oder nicht, pro 100 Gramm rotem Fleisch pro Tag um 25 Prozent (HR 1,25, 1,09-1,41) bis 55 Prozent (HR = 1,55; 1,19-2,02). Bei diesen Werten ist der Einfluss verschiedener Faktoren wie Geschlecht, Körpergewicht, Alkoholkonsum, Sport oder Rauchen auf das Erkrankungsrisiko berücksichtigt. Die Kalibrierung soll Ungenauigkeiten durch die Angaben der Studienteilnehmer zu ihren Ernährungsgewohnheiten vermindern. Für den häufigen Fischverzehr wurde eine negative Assoziation, also eine mögliche protektive Wirkung gefunden. Pro 100 Gramm Fisch pro Tag sinkt das Risiko um 30 Prozent (HR = 0,70; 0,57-0,87) bis 54 Prozent (HR = 0,46; 0,27-0,77). Für Hühnerfleisch war das Ergebnis neutral. Das absolute Risiko, an einem Kolorektalkarzinom zu erkranken, war gering. Selbst unter den Vielverzehrern von rotem Fleisch beträgt die Zehn-Jahres-Inzidenz nur 1,71 Prozent, bei den Wenig-Verzehrern waren es 1,28 Prozent. Die Wissenschaftler liefern verschiedene Erklärungen für den Einfluss des Fleisch- und Fleischwarenkonsums auf die Darmkrebsentstehung. Neuere Studien weisen laut der gemeinsamen Pressemitteilung von DIfE und DKFZ darauf hin, dass mit dem Fleisch aufgenommenes Eisen zur Risikoerhöhung beitragen könnte, da Eisen die Bildung schädlicher Nitroso-Verbindungen im Körper fördern kann. "Rotes" Fleisch oder Fleischwaren haben aber im Durchschnitt einen höheren Eisengehalt als Geflügel, weshalb dessen Verzehr das Darmkrebsrisiko in dieser Studie nicht beeinflusst haben könnte. Ursache für die schützende Wirkung des Fischverzehrs könnten bestimmte langkettige, mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren sein, heißt es in der Presseerklärung./rme

 

Studie: Gefährlicher Chemikalienmix in Muttermilch

14.06.2005 - BERLIN. Muttermilch ist laut einer Studie zunehmend mit Schadstoffen belastet. Es werden vermehrt neue gefährliche Stoffgruppen wie Weichmacher, Flammschutzmittel und Duftstoffe gefunden, wie eine am 14. Juni in Berlin veröffentlichte Untersuchung des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ergeben hat. Die Belastung mit Giftstoffen wie PCB und Dioxinen sei aber dank weit reichender Verbote rückläufig. Synthetische Chemikalien können bei Säuglingen und Kleinkindern zu Krebserkrankungen sowie Schädigungen des Immunsystems führen und die Gehirnentwicklung beeinträchtigen. Der BUND appellierte an die Bundesregierung, sich für eine Reform der Europäischen Chemikalienverordnung stark zu machen. Das geplante europäische Chemikalien-Registriersystems (REACH) böte erstmals die Chance, die Belastung der Muttermilch mit gesundheitsgefährdenden Stoffen zu verringern. Die BUND-Chemieexpertin Patricia Cameron betonte, die Risikobewertung der stoffe dürfe nicht allein der Chemieindustrie überlassen werden. Von den mehr als 100 000 in der EU hergestellten Chemikalien sind den Angaben zufolge 97 Prozent nicht auf ihr Gefahrenpotenzial untersucht worden. In der Studie wurden aktuelle Analysen der Muttermilch zusammengefasst. Eine Untersuchung der Ruhr-Universität Bochum aus dem vergangenen Jahr hatte laut BUND nachgewiesen, dass Schadstoffe aus dem Blut der Mutter beim Stillen auf das Kind übertragen werden können./ddp

 

Frauen pflegen gesünderen Ernährungsstil

07.06.2005 - Frauen essen anders als Männer - und vor allem gesünder: reichlich Obst, Gemüse sowie Gewürze und Kräuter. Während "Sie" sich im Restaurant einen gemischten Salat bestellt, muss es für "Ihn" meist ein saftiges Steak sein. Und trinkt sie dazu ein Glas Mineralwasser, schmeckt's ihm erst so richtig gut mit einem frisch gezapften Bier. Mundet ihr anschließend das süße Dessert, gelüstet es ihn eher nach deftigem Käse und pikanten Snacks. Frauen essen anders als Männer, belegen laut Reformhaus-Information verschiedene Studien. Doch über das Warum sind sich die Wissenschaftler nicht einig. Es darf spekuliert werden, ob die Urinstinkte schuld daran sind oder ob das geschlechtertypische Essverhalten eine Folge der Erziehung ist. Eins steht jedoch fest: Ob instinktiv oder gesellschaftlich bedingt - Frauen legen tendenziell ein gesünderes Essverhalten an den Tag als Männer. Das zeigt die im aktuellen Ernährungsbericht dargestellte Ernährungssituation in Deutschland. Es scheint sie aber dennoch nicht vor einem Nährstoffmangel zu bewahren. Denn in manchen Situationen brauchen Frauen pro Kalorie mehr Vitalstoffe als Männer.

 

"Bewegung und Gesundheit": Bundesweite Kampagne gestartet

06.06.2005 - Berlin (dpa) - Mit einem Spaziergang entlang der Spree und am Bundeskanzleramt hat Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) am Sonntag in Berlin eine bundesweite Kampagne gestartet. Die Aktion «Bewegung und Gesundheit» vom Bundesgesundheitsministerium soll eine gesunde Lebensweise in der Bevölkerung fördern. «Wir haben die Kampagne dringend nötig», sagte Schmidt. «Wir geben viel Geld für die Behandlung von Krankheiten aus, aber zur Prävention tun wir nur wenig.» 50 Prozent aller Krankheiten seien durch ungesunden Lebenswandel verursacht. An der Auftaktveranstaltung unter dem Motto «Deutschland wird fit - machen Sie mit!» nahmen auch andere Prominente wie Bergsteiger Reinhold Messner, Sängerin Jeanette Biedermann, Hertha BSC-Idol Michael Preetz, Zehnkampf-Olympiasieger Christian Schenk und Schwimmweltmeisterin Sandra Völker teil. «Spazierengehen ist ein Gesundbrunnen», sagte Messner. «Hoffentlich können wir durch die Aktion Millionen Menschen anregen, mehr zu Fuß zu gehen.» An alle Besucher der Veranstaltung wurden vor dem Haus der Kulturen der Welt im Tiergarten kostenlose Schrittzähler verteilt. Sie sollen zu mehr Bewegung animieren, denn die Deutschen machen durchschnittlich nur 1500 Schritte pro Tag. «Das ist zu wenig», sagte Schmidt. Mit dem Schrittzähler solle jeder täglich 3000 Schritte mehr machen. «Das kann jeder schaffen, egal, wie alt er ist», meinte Schmidt. Man müsse nur die Treppen anstelle des Aufzugs benutzen oder zu Fuß zum Einkaufen gehen. Bundesweit sind in den nächsten Wochen weitere Aktionen geplant. (Internet: www.die-praevention.de)

 

Pflanzenstoff Lycopin hilft bei Vorbeugung gegen Prostatakrebs

03.06.2005 - Der sekundäre Pflanzenstoff Lycopin hilft bei der Vorbeugung von Prostatakrebs. Außerdem habe Lycopin eine positive Wirkung auf den Verlauf von Prostataerkrankungen, so die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Aachen. Lycopin findet sich in vergleichsweise großen Mengen zum Beispiel in Tomaten, roten Grapefruit und Wassermelonen. Abgesehen von einer gesunden Ernährung sollten Männer sich um regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen kümmern, um Prostatakrebs - die häufigste Krebsart bei Männern - frühzeitig erkennen und behandeln zu können.

 

Vitamin E schützt vor Parkinson

02.06.2005 - Natürliche Quellen, wie etwa Nüsse, wirken sich stärker aus als synthetische Vitamin-E-Präparate Eine Vitamin-E-reiche Kost schützt möglicherweise vor der Parkinson-Krankheit. Dies geht aus einer Auswertung von acht Studien aus den Jahren 1966 bis 2005 hervor. Allerdings muss die vermutete Schutzwirkung nach Einschätzung der kanadischen Forscher noch in einer großen Untersuchung bestätigt werden. Die Mediziner aus Quebec und Vancouver überprüften in ihrer Studie, ob Vitamin C, Vitamin E oder Beta-Karotin das Parkinson-Risiko verringern können. Dabei ergaben die ausgewerteten Daten zwar keinen Hinweis auf einen Schutzeffekt von Vitamin C und Beta-Karotin gegen die Parkinsonsche Krankheit. Eine tägliche Vitamin-E-Zufuhr schien jedoch die Gefahr für die Nervenerkrankung zu verringern, wie die Forscher in dem Fachblatt "The Lancet Neurology" berichten. Dabei lieferte zumindest eine Studie Hinweise darauf, dass natürliche Quellen des Vitamins wie Getreidekeime, Nüsse oder verschiedene Gemüsearten sich stärker auswirken als synthetische Vitamin-E-Präparate. Natürliche Quellen, wie etwa Nüsse, wirken sich stärker aus als synthetische Vitamin-E-Präparate Eine Vitamin-E-reiche Kost schützt möglicherweise vor der Parkinson-Krankheit. Dies geht aus einer Auswertung von acht Studien aus den Jahren 1966 bis 2005 hervor. Allerdings muss die vermutete Schutzwirkung nach Einschätzung der kanadischen Forscher noch in einer großen Untersuchung bestätigt werden. Die Mediziner aus Quebec und Vancouver überprüften in ihrer Studie, ob Vitamin C, Vitamin E oder Beta-Karotin das Parkinson-Risiko verringern können. Dabei ergaben die ausgewerteten Daten zwar keinen Hinweis auf einen Schutzeffekt von Vitamin C und Beta-Karotin gegen die Parkinsonsche Krankheit. Eine tägliche Vitamin-E-Zufuhr schien jedoch die Gefahr für die Nervenerkrankung zu verringern, wie die Forscher in dem Fachblatt "The Lancet Neurology" berichten. Dabei lieferte zumindest eine Studie Hinweise darauf, dass natürliche Quellen des Vitamins wie Getreidekeime, Nüsse oder verschiedene Gemüsearten sich stärker auswirken als synthetische Vitamin-E-Präparate.

 

Diäten als Nährstoff-Falle

01.06.2005 - Umfragen bestätigen, dass Frauen nicht nur "einfach so" einen gesünderen Ernährungsstil pflegen, sondern dies ganz bewusst tun. Mit reichlich Obst, Gemüse sowie Gewürzen und Kräutern bemühen sich Frauen eher um eine positive Nährstoffbilanz. Dennoch bleiben sie deutlich hinter den empfohlenen fünf Portionen pro Tag zurück. Denn die Energiezufuhr haben Frauen fest im Blick, um gewichtsmäßig die "Idealfigur" nicht zu gefährden. Dabei sind häufige Radikaldiäten eine nicht zu unterschätzende Nährstoff-Falle: Auf dem Weg zur vermeintlichen Traumfigur bleibt die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen oft auf der Strecke und Mangelerscheinungen drohen. Um dies zu vermeiden, sollten Frauen während Diätphasen die Versorgungslücke insbesondere bei Kalzium, Eisen, Jod, Vitamin E und Folsäure mit natürlicher Nahrungsergänzung schließen. Kalziumreiche Mineralwässer tragen kalorienfrei zur Versorgung bei. Weizenkeime, Melasse sowie ein Kräutertonikum aus dem Reformhaus liefern gut verwertbares Eisen. Jodiertes Meersalz oder auch Algentabletten helfen, den Jodbedarf zu decken. Reich an natürlichem Vitamin E ist hochwertiges Weizenkeimöl. Das "Frauenvitamin" Folsäure steckt in Hefeprodukten, Weizenkeimen sowie Vollkornprodukten, Nüssen und Samen. Noch gezielter gelingt eine Nahrungsergänzung mit speziellen Nährstoffpräparaten. Für Frauen und Männer legen die Ernährungsgesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz einen unterschiedlichen Nährstoff- und Energiebedarf zugrunde. Ursache dafür ist der höhere Anteil an stoffwechselaktiver Muskelmasse beim Mann. Von den meisten Nährstoffen brauchen Frauen absolut gesehen weniger als Männer. Da aber auch der weibliche Energiebedarf geringer ausfällt, lassen sich im Nährstoffbedarf pro Kalorie bis zur Pubertät keine großen Unterschiede feststellen. Mit der ersten Menstruation ändert sich die Situation: Mädchen und Frauen brauchen dann wegen ihrer monatlichen Blutungen mehr Eisen und Folsäure als Männer. Planen Frauen eine Schwangerschaft oder sind sie bereits schwanger, steigt der Bedarf an diesen Stoffen weiter an. Zusätzlich benötigen sie nun besonders viel Jod, Zink, Magnesium, Kalzium sowie B-Vitamine. Schwangere müssen mit dem Vitamin A sehr vorsichtig umgehen, da es in hohen Mengen (z. B. aus Leber) dem Ungeborenen schaden kann. Beim Stillen versorgen Mütter ihre Babys mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen. Um sich nicht selbst in einen Mangel hinein zu stillen, ist es nun besonders wichtig, sich großzügig mit allen Nährstoffen zu versorgen - vor allem mit Jod, Vitamin C, Vitamin E und Vitamin B12. Im Rahmen einer vollwertigen Ernährung helfen jodiertes Meersalz, direkt gepresste Obst- und Gemüsesäfte, Sanddorn-Vollfrucht, Weizenkeimöl und Hefeprodukte, den Mehrbedarf zu decken. Mehr Zink für Sportlerinnen Da Sportlerinnen häufig zu wenig Energie aufnehmen und vielfach tierische Produkte meiden, sind sie von einem Nährstoffmangel besonders schnell betroffen. "Vor allem die Versorgung mit Zink und Eisen kann problematisch sein, da diese Mineralstoffe auch über den Schweiß verloren gehen", erklärt Günter Wagner vom Bad Nauheimer Institut für Sporternährung. "Aktuelle Studienergebnisse weisen auf einen sportbedingten Mehrbedarf an Zink hin, gegebenenfalls als Nahrungsergänzung ." (LU)