Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi):

 

Lateinisch Uvae ursi folium
Familie Ericaceae/heidenkrautgewächse
Wirkstoffgruppe Phenolglycosid-Droge
Vorkommen Alpen, Heiden in Europa, Asien
Indikation Erkrankungen der Harnorgane und Harnwege
  Blasen- und Nierenentzündungen
  Harngriess
Wirkung antiseptisch
  desinfizierend
Inhaltsstoffe Phenolglycoside: Arbutin, Methylarbutin, Gerbstoffe, Flavonglycosid, freies Hydrchinon
Kontraindikation nicht in der Schwangerschaft


 

Die in den Alpen heimische Pflanze ist ein kriechender Strauch mit roten Beeren. Sie wird schon seit langem als Heilpflanze bei Blasenbeschwerden, Nierenleiden und unfreiwilligem Wasserlassen eingesetzt.

Traditionell setzt man den Tee ein, den man der besseren Wirkung wegen auch mit Hagebutten, Knöterich oder Taubnessel mischen kann. Die Heilwirkung ist jedoch nicht wie anzunehmen wäre, in den Früchten, sondern in den Blättern enthalten.

Erst im alkalischen Harn über einem ph-Wer von 8 werden Arbutin und Methylarbutin in Zucker und Hydrochinon umgewandelt. Hydrochinon wiederum wirkt stark bakterizid.
Der hohe Gerbstoffanteil der Droge kann Magenschmerzen hervorrufen, deshalb wird die Einnahme als Kaltmazerat empfohlen.

 

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