Weidenrinde (Salix alba):

 

Lateinisch Droge

Salicis cortex

Familie

Salicaceae/Weidengewächse

Wirkstoffgruppe

Phenolglycosid Droge

Vorkommen

Europa, Nordasien und Nordamerika

Indikation

Rheuma

 

Arthritis

 

Schmerz-und Fiebermittel

 

Neuralgien

 

Kopfschmerzen

Wirkung

antipyretisch

 

diaphoretisch

 

antiseptisch

 

harndesinfizierend

Inhaltsstoffe

Phenolglykosid = Salicin

Kontraindikation

gastrointestinale Beschwerden , Magengeschwüre

   
 

Die Weidenrinde (Salix = Weide) gehört zu den Gewächsen der Weiden (Salicaceae). Ihr Name kommt aus dem indogermanischen und leitet sich von sal = schmutziggrau und Weide = biegsam ab. Diese Wortwahl beschreibt passend die filzgrauen Blätter der Weidenrinde.

Die Weidenrinde wurde schon von Hippokates gegen Gicht, Rheuma und Fieber verordnet. 1763 gab es dann erstmals eine wissenschaftliche Veröffentlichung zur Fiebersenkung. Im Jahre 1828 wurde der Wirkstoff Salicin entdeckt. Diese Entdeckung war der Grundstein für eine weitere Entwicklung im Jahre 1898: das Aspirin.

Durch seine schmerzstillende, entzündungshemmende und fiebersenkende Eigenschaft wird die Weidenrinde hauptsächlich bei rheumatischen und neuralgischen Erkrankungen, grippalen Infekten, fieberhaften Erkältungen , Infektionskrankheiten, Kopfschmerzen sowie Schmerzen bei Entzündungen angewendet.

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