Syphilis (Lues):

  Es handelt sich um ein durch Geschlechtsverkehr auftretende Infektionskrankheit, die durch eine Spirochäte Treponema pallidum übertragen wird. Die Krankheit verläuft in drei Stadien. In Deutschland besteht Behandlungspflicht

Symptome:

  • Primärstadium: rote, nässende Papel an den äusseren Genitalien("harter Schanker") mit starker Lymphknotenschwellung in den Leisten. Dieser Primäraffekt verschwindet nach etwa 5 Wochen
  • Sekundärstadium: 2-3 Monaten nach dem Primäraffekt kann es zu einer Vielzahl von (vorwiegend Haut)Symptomen kommen: makulös, papulöse Exantheme, Mundschleimhautplaques, Haarausfall, Iritis, Hepatitis, generalisierte Lymphknotenschwellungen
  • Tertiärstadium: 5-50 Jahren nach dem Primäraffekt kommt es zu einer "gummiartigen " Nekrose befallener Körpergewebe. Betroffen sind vor allem: Haut, Zunge, Knochen, Muskeln, Lunge, Magen , Darm, Rektum, Endokard, Hirn und Aorta. Im Rückenmark kann es zu einer Demyelinisierung kommen = Tabes dorsalis. Hier treten Schmerzen in den Beinen auf, Gehstörungen und Sensibilitätsausfall. Für den Befall des Rückenmarkes spricht auch das Argyll-Robertson Phänomen, eine dauernde Engstellung der Pupillen
    Typisch ist das Aortenaneurysma, was zu Blutungen in den Bauchraum führen kann. Im Gehirn ist die Neurosyphilis gefürchtet, es kommt zu psychischen Veränderungen, die sich bis zu einer hochgradigen Demenz entwickeln können.
  • Angeborene Lues: Bei Erkrankung der Mutter kann das Neugeborene an der knnatalen Lues erkranken. Es kommt hier zu Haut und Knochenveränderungen sowie Organschäden. Die typische Trias Tonnenzähne, Innenohrschwerhörigkeit und Keratitis parenchymatosa wird auch als Hutchinson' Trias bezeichnet

Therapie: In Deutschland muss jede an Lues erkrankte Person einer Behandlung unterzogen werden. Personen , die sich weigern, werden zwangsbehandelt!

 

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