Das Schröpfen war schon im alten Ägypten als Ausleitendes
Verfahren bekannt. Man verwendet hierzu so genannte Schröpfköpfe,
die meist aus Glas sind und behandelt damit Reflexpunkte,
meistens am Rücken. Am Rücken sind spezielle Hautsegmente mit
inneren Organen verbunden. Durch die Behandlung dieser kann auf
das jeweilige Organ Einfluss genommen werden.
Man unterscheidet das blutige und unblutige Schröpfen. Beim
blutigen Schröpfen soll eine Fülle, ein Zuviel, ein Überangebot
behandelt werden, während das trockenen Schröpfen eher
tonisierend und fördernd wirkt.
Indikation:
Blutiges Schröpfen: Bluthochdruck,
Rheuma,
Pleuritis,
Lungenentzündung,
Asthma, chronische Migräne,
Ischialgien,
Bronchitis
Trockenes Schröpfen: Hypotonie,
Menstruationsbeschwerden, chronisch Schwächende Krankheiten, bei
Organunterfunktion, Durchblutungsstörungen
Anwendung:
Je nach Indikation wird am Rücken geschröpft. Die zu
schröpfenden Stellen sind oft gut tast- bzw. sichtbar und werden
zudem nach der Indikation bestimmt. Die Indikation bestimmt
ferner , ob blutig oder trocken geschröpft werden soll.
Die Schröpfköpfe werden mittels Unterdruck auf die Hautareale
gesetzt. Dieser Unterdruck zieht die Haut stark in den
Schröpfkopf hinein und führt damit zu einem Bluterguss (Trockenes
Schröpfen) oder zu einer Blutansammlung (Blutiges Schröpfen) im
Schröpfkopf. Nach etwa 15 min entfernt man die Schröpfköpfe und
versorgt beim blutigen Schröpfen die verletzten Hautstellen. |