Sarsaparille (Sarsaparilla radix):

Lateinisch Sarsaparillae radix
Familie Liliaceae/Liliengewächse
Wirkstoffgruppe Glycosid Droge
Vorkommen Mittelamerika
Indikation Essunlust
  Hautleiden
  Schuppenflechte
  Rheuma
  hoher Harnstoffspiegel
Wirkung harntreibend
  antiekzematös
  antirheumatisch
Inhaltsstoffe Sarsasaponine,
Kontraindikation keine bekannt

Dieser hohe, kletternde Strauch zählt zu den Liliengewächsen Liliaceae. Sarsaparille(wurzel) oder sarsaparillae radix (früher radix sarsaparillae) lautet die Drogenbezeichnung. Die Wurzel wird als Medikament genutzt. Beheimatet ist die Sarsaparille in den zentralamerikanischen Staaten Guatemala, Honduras und San Salvador.

Zur Herstellung einer Arznei werden die Wurzeln ausgegraben und vom knorrigen Wurzelstock entfernt. Nachdem sie in etwa 50 cm große Stücke zerschnitten wurden, läßt man sie an der Luft trocknen. Die Sarsaparillewurzeln enthalten Saponine, Glycoside, Sitosterin und andere Wirkstoffe. Vor allem gegen die Syphilis wurde diese Droge früher erfolgreich eingesetzt, ebenso als bewährtes Mittel zur Blutreinigung; aufgrund dieser Wirkung gilt sie auch heute noch als gesundheitserhaltende Arznei.

Als Spezifikum bei Schuppenflechte = Psoriasis hat sich die Sarsaparille einen Namen gemacht, wenngleich die Beurteilung der Wirkung sehr unterschiedlich ist. Doch zumindest unterstützend zu anderen Therapien kann ein Sarsaparille-Tee empfohlen werden.
Nebenwirkungen: aufgrund ihres hohen Anteils an Saponinen darf Sarsaparille (wie auch andere Drogen) nicht überdosiert werden, da sonst mit einer Reizung des Verdauungstraktes und mit Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall zu rechnen ist.

 

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