Rosmarin (Rosmarinus officinalis) :

| Lateinisch |
Rosmarini folium |
| Familie |
Lamiaceae/Lippenblütler |
| Wirkstoffgruppe |
Ätherische Öldroge |
| Vorkommen |
Mittelmeerraum |
| Indikation |
dyspeptische Beschwerden |
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äusserlich bei Muskel und Gelenkrheuma |
| Wirkung |
antiseptisch |
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hyperämisierend |
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kreislaufanregend, tonisierend |
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diuretisch |
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carminativ |
| Inhaltsstoffe |
ätherisches Öl |
| Kontraindikation |
keine bekannt |
Rosmarin dürfte den meisten nur als Gewürz bekannt sein. Sein
aromatischer Duft verwandelt viele Speisen in einzigartige
Köstlichkeiten. Aber Rosmarin ist nicht nur ein besonderes Gewürz ,
sondern es wird schon seit Jahrhunderten als Heilpflanze eingesetzt.
Heimisch ist der Rosmarin, ein immergrüner Strauch mit dicken
fleischigen Blättern im Mittelmeerraum .Der frostempfindliche Strauch
wird gelegentlich in Mitteleuropa und Nordamerika als Zierpflanze in
Töpfen gezogen.
Im klassischen Altertum war der Rosmarin der griechischen Göttin
Aphrodite geweiht. Bei uns wurde er erst im Mittelalter als Haus- und
Heilpflanze geschätzt. Die Mönche brachten ihn aus dem Süden über die
Alpen in unsere Gegenden.
Er erlangte Berühmtheit als "Aqua Reginae Hungariae"- Ungarischer
Königinnengeist - ein Destillat aus frischen Rosmarinblüten. Dieses
Mittel soll die 72jährige gelähmte Königin Isabella von Ungarn so
verjüngt haben, daß der König von Polen um sie warb. 1675 erschien von
einem unbekannten Autor ein "Rosmarinbüchlein" mit 200 Rezepten für "Curen
un Arzeneyen". Rosmarin kommt als Trockenblume bei Shakespeare zweimal
vor, in "Romeo und Julia" und in "Hamlet". In England ist heute noch
vielfach der Rosmarin ein "Eheanzeiger": wo er gut gedeiht, soll die
Frau ein strenges Regiment im Hause führen. Es soll daher vorkommen, daß
Ehemänner dem Rosmarinstock nachts heimlich die Wurzeln abschneiden.
Im mittleren Osten, Griechenland und Italien setzte und setzt man
Rosmarin traditionell zur Verbesserung des Gedächtnisses und der
Gehirnfuktion ein und es ist auch bei Kopfschmerzen hilfreich. In
Südamerika wird die Heilpflanze bei Atemwegsentzündungen,
Verdauungsbeschwerden und arthritischen Schmerzen eingesetzt.
Aufgrund seiner antioxidativen Wirkung wurde es auch zur Haltbarmachung
von schnell verderblichen Lebensmitteln verwendet. Rosmarin enthält
mehrere COX-2 hemmende Stoffe. Hervorzuheben ist hier vor allem das Apigenin, die Ursolsäure und Carnosol.
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