Leinsamen (Linum usitatissimum):

Lateinisch Lini semen
Familie Linaceae/Leingewächse
Wirkstoffgruppe Schleimdroge
Vorkommen Südeuropa, Südwestasien
Indikation Verstopfung
  Magen-und Darmschleimhautkatarrh
  äusserlich bei Geschwüre, Eiterungen
Wirkung abführend
  reizmildernd
  entzündungswidrig
  regenerierend
Inhaltsstoffe Schleim, Linolensäure, Linol, Blausäureglycosid
Kontraindikation Ileus

Leinsamen ist neben einem ausgezeichneten Nahrungsmittel auch ein sehr wertvolles Naturheilmittel mit vielen Heilwirkungen.

Bekannt ist es wegen seiner Quelleigenschaft bei der Behandlung chronischer Verstopfung. Dazu nimmt man tgl. mehrmals ein bis zwei Esslöffel ungequollene Samen zu sich. Wichtig dabei ist, dass man viel dazu trinkt.

Äusserlich kann man Leinsamenumschläge zur Behandlung von Geschwüren, Prellungen oder rheumatischen Schmerzen machen. Dazu verwendet man zerstossene Leinsamen, mischt sie mit wenig heissem Wasser und lässt sie aufquellen. Die fertige Paste gibt man dann auf die betroffene Stelle.

Interessant ist auch der Gehalt an Lignanen . Dabei handelt es sich um sogenannte Phytoöstrogene, die ähnlich den weiblichen Östrogenen wirken und damit vor allem in den Wechseljahren sehr hilfreich sind. Dabei ist eine Kombination mit Sojamilch und Sojaprodukten zu empfehlen, da Soja Isoflavone enthält, die ein ähnliches Wirkungsspektrum, wie die Lignane aufweisen.

Ferner enthalten Leinsamen wichtige Omega 3 Fettsäuren, die zu den essentiellen Fettsäuren gehören.

 

zurück