Hyperparathyreoidismus, sekundärer:
 

Durch den Absinken des Kalziumspiegels infolge einer Erkrankung, kommt es zu einer Mehrproduktion von Parathormon in den Epithelkörperchen. Ursache ist meist eine chronische Niereninsuffizienz.

Die Chronische Niereninsuffizienz führt zu einer mangelnden Ausscheidung von Phosphat mit Anstieg des Phosphates mit konsekutivem Absinken des ionisierten Kalziums. Die Hypokalzämie regt nun die Nebenschilddrüse zu einer vermehrten Produktion von Parathormon an

Symptome:

  • durch den Kalziumabbau kommt es zu Knochenschmerzen
  • Schwäche der Muskulatur
  • Niereninsuffizienzsymptome: Ödeme an oberen Augenliedern, anfangs Polyurie, später Oligurie bis Anurie, Haut ist gelblich fahl

Diagnose erfolgt über:

  • erhöhten Kreatininspiegel
  • Hyperphospatämie
  • Serumkalzium normal bis erniedrigt
  • Alkalische Phosphatase erhöht
  • Parathormon erhöht
  • Osteopathie(Röntgen)

Therapie: Schulmedizinisch wird mit kalziumhaltigen Phosphatbindern behandelt, ferner phosphatarme Kost und Gabe von Vitamin D3. Zudem Behandlung der zugrundeliegenden Niereninsuffizienz.

 

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