Glukokortikosteroide (Kortisol):
 

In der Nebennierenrinde werden in der Zona fasciculata Glukokortikosteroide, zu dem auch das Kortisol gehört, gebildet. In 24 h werden dort  unter Normalbedingungenetwa 20-30mg Kortisol produziert. Im Stress erhöht sich dieser Wert auf das bis zu 10-fache.

Die Hormonbildung unterliegt einem zirkadianen Rhythmus. Morgens zwischen 6 und 8 Uhr erreicht die Produktion ein Maximum, ein Minimum liegt um Mitternacht. 70% des Kortisols werden morgens abgegeben.

 

Gesteuert wird die Kortisolabgabe durch den Hypothalamus(Corticotrpoin-Releasing-Hormon) und der Hypophyse(adrenocorticotrophes Hormon= ACTH)

Wirkungen der Glukokortikoide(Die Wirkungen treten nur bei grossen Mengen auf):

  • Glukoneogenese: Bildung von Glukose aus Aminosäuren und Laktat, Pyruvat oder Glycin. Dies fördert einen Abbau der Muskulatur und verstärkt einen Diabetes mellitus
  • Hyperlipidämie durch gesteigerten Fettabbau und Fettmobilisation aus der Peripherie und Ablagerung  in der Leber und am Stamm
  • Leukozytenerhöhung mit gleichzeitigem Absinken der Lymphozyten und Unterdrückung der B-und T-Lymphotytenaktivität
  • Hemmung von Entzündungen
  • verzögerte Wundheilung
  • Hemmung der enteralen Kalziumresorption und Steigerung der Kalziumausscheidung
  • Natriumretention
  • gesteigerte Kaliumausscheidung

Heute wird Kortison bei einer Vielzahl von Krankheiten eingesetzt. Nebenwirkungen sind hier sehr häufig. Die Nebenwirkungen treten in der Regel bei einer Langzeittherapie auf. Folgende Nebenwirkungen können sein:

  • Exogenes Cushingsyndrom mit Stammfettsucht und Abmagerung der Extremitäten
  • Verschlechterung eines Diabetes
  • Erhöhtes Infektionsrisiko
  • Gewichtszunahme
  • Ödeme
  • Hypokalämiesche Alkalose
  • Atrophie der Muskulatur
  • Osteoporose
  • Wachstumshemmung bei Kindern
  • Katarakte und Glaukomgefahr
  • Thromboseneigung
  • Menstruationsstörungen

 

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